Wiener Gastronomie – Tipps für jeden Apettit

Ein luxuriöses Grill-Restaurant, eine neue Weinbar und ein Genuss-Fiaker gehören zu den neuen kulinarischen Angeboten in Wien. Der deutsche Starkoch Juan Amador hat Mitte März 2017 in Wien sein zweites Restaurant eröffnet. Kitch Grill & Bar by Juan Amador im 1. Bezirk ist, wie der Name schon vermuten lässt, ein luxuriöses Grill-Restaurant mit Fokus auf hochwertigen Fleischgerichten. Vor einem Jahr hatte Amador

Märchenhafte Adventszeit in Budapest

Die Adventszeit ist bekanntermaßen märchenhaft in Budapest. Der Budapester Weihnachtsmarkt am zentralen Vörösmarty Platz beginnt am 11. November und hat wegen seiner wunderschönen Atmosphäre in den letzten Jahren internationale Berühmtheit erlangt. Auch die zahlreichen Stände auf dem Adventsmarkt an der St.-Stephans-Basilika verströmen ab dem 17. November herrliche Düfte von Gebäck und herzhaften typisch ungarischen Gerichten. Eine Eiskunstlaufbahn, Weihnachtskonzerte und die Lichteffekte an der Fassade der Basilika sorgen für stimmungsvolle Weihnachtsatmosphäre.

In der Innenstadt beliebt sind außerdem die Märkte im Palastviertel im VIII. Bezirk der Josefstadt vom 25. November bis 23. Dezember, die Adventssonntage im Burggarten-Basar, der Weihnachtsmarkt im Gresham-Palace oder die WAMP-Weihnachtsmesse mit Design- und Gastronomieprodukten im Millenáris-Park am 4., 11. und 18. Dezember. Die historische Eiskunstlaufbahn im Stadtwäldchen freut sich auf Schlittschuhfans. In Gödöllő, nur 40 Minuten mit der Vorortbahn von Budapest entfernt (pro Strecke rund 2 Euro), finden am 17. und 18. November die Adventstage im königlichen Sissi-Schloss statt.

Schokoladenfestival 2016 in Umbrien: #ConChi? – mit wem teilst DU Deine Schokolade?

Die „Eurochocolate“, das jährliche Schokoladenfestival in Perugia, ist das größte in ganz Europa. Jährlich strömt rund eine Million Besucher aus Europa, Asien und den USA in das grüne Herz Italiens. Allein 2015 konnten die Aussteller 145 Tonnen an Schokoladenprodukten verkaufen und die Auswahl ist riesig: Die Aussteller kommen aus 15 Ländern, 100 Unternehmen haben 6.000 unterschiedliche Produkte im Angebot. Neben normalen Riegeln und Tafeln gibt es zum Beispiel auch Schokoschnaps oder Schokodöner. Dieses Jahr findet das beliebte Schokoladenfest vom 14. bis 23. Oktober 2016 statt und steht ganz im Zeichen des Teilens.

Eurochocolate 2016: Hashtag für geteilte Schokoladenfreude

Nachdem letztes Jahr der „Schokobart“ das Symbol des Festivals war, ist es dieses Jahr das Hashtag #ConChi? – mit wem genießt DU Deine Schokolade? Es geht dieses Jahr ums Teilen, aber nicht nur von Süßigkeiten. Stichwort: „Sharing Community“. Das Festival entert mit viel „teilenswerten“ Events auch das Herz der Generation Social Media. So gibt es beispielsweise einen riesigen Selfiestick aus Schokolade: Zehn Meter lang, kreiert aus 6.000 Kilo Schokolade. Dieser kann tatsächlich von den Festivalbesuchern genutzt werden, um ein unvergessliches Schoko-Selfie zu knipsen. Außerdem bewirbt das Festival das umweltfreundliche Carsharing und Couchsurfing – Übernachten bei Fremden, die zu Freunden werden. Es geht auch um die Nachhaltigkeit: Ein eigener Bereich des Festivals dreht sich um die Herkunft des Kakao, Herkunftsländer und Organisationen wie „Fairtrade Italia“ stellen sich vor.

Eine umbrische Stadt ganz im Zeichen der Kakaospezialität

Lokales Highlight sind die „Baci“ (Küsse) von der berühmten Schokoladenmanufaktur in Perugia. Die Mitgründerin von „Perugina Chocolates“, Luisa Spagnoli, wollte zum Valentinstag 1922 etwas Besonderes für ihren Liebsten herstellen. Zunächst hießen die dabei entstandenen Küsse „Cazzotto“ (Faust) und wurden erst später umbenannt. Das Rezept ist Schokoladenliebe pur: außen dunkle Schokolade, innen eine Creme aus Schokolade und Haselnuss, dekoriert mit Haselnusssplittern und einer ganzen Haselnuss. Romantisches Extra ist die Verpackung eines jeden „Bacio“, die eine Nachricht rund um Liebe und Freundschaft enthält.

Selbst Hotels wie das Etruscan Chocohotel, Straßen und Plätze (z.B. der „Piazza del Bacio“ in der Nähe des Hauptbahnhofs) sind nach Schokolade benannt: Es ist das einzige Hotel der Welt, welches sich der süßen Köstlichkeit gewidmet hat. Liebhaber der Süßigkeit nächtigen zum Beispiel in der „Choco Sweet Suite“ im Chocohotel: In jedem Winkel der Suite finden sich die süßen Leckereien, die vor Ort verzerrt oder mitgenommen werden dürfen. Abgerundet wird der Aufenthalt mit einem Schokofrühstück.

Mehr Informationen zum Festival unter www.eurochocolate.com und www.umbriatourism.it/de

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Mitbringsel von der französischen Atlantikküste

Salz von Guérande, Schinken aus Bayonne, Erdbeeren des Périgord, Melonen der Charente, Trockenpflaumen aus Agen, Weine aus Bordeaux und von der Loire, Cognac, Gänseleber, Piment aus Espelette, schwarze Trüffel, Steinpilze, Kartoffeln von Noirmoutier oder der Insel Ré, Nüsse des Périgord, Gironde-Kaviar, Sardinen von Saint-Gilles, Cannelé, Spezialität aus Bordeaux, Galette der Charente, baskischer Kuchen, Austern aus der Bucht von Arcachon, vom Cap Ferret und die Marennes-Oléron… womit die Liste berühmter Produkte der Region keinesfalls vollständig ist! Die Weichen für einen kulinarischen Aufenthalt sind also gestellt!

Salzgärten von Guérande, das “Weisse Gold” des Atlantiks

Graues grobes Salz, oder feines weißes „Fleur de Sel“, seit uralten Zeiten stellt man es hier in Loire-Atlantique her. Studien zeigen nicht nur seine geschmacklichen Vorzüge. Der Reichtum an Magnesium in den Kristallen, die je nach Wetter unterschiedlich groß ausfallen, wirkt sich auch gesundheitsfördernd aus. Außerdem löst es sich besser in Wasser als andere Salze. Es ist absolut natürlich ohne chemische Behandlung oder Zusätze. Wenn Sonne und Wind ihre Arbeit verrichtet haben, erscheint eine dünne Haut auf der Wasseroberfläche, schneeweiß und mit Veilchenaroma… 250 „Paludiers“ ernten das edle „Fleur de Sel“ in reiner Handarbeit auf 200 ha Fläche. www.leguerandais.fr/de

“La Bonnotte”, die kleine Kartoffel der Insel Noirmoutier

Salzhaltige Luft und ausgesprochen mildes Klima sind die Basis ihres würzigen Geschmacks. Sie wachsen in sandigem Boden, gedüngt mit „Goëmon“, Algen, die von den Bauern im Herbst am Strand eingesammelt werden. Deren Jodreichtum wirkt als absolut natürlicher „Geschmacksverstärker“. Gepflanzt wird per Hand Anfang Februar. 90 Tage später sind die Knollen bei der Ernte daumengroß. Man brät sie in Butter, ohne die Schale abzureiben. www.ile-noirmoutier.com

Muscadet, eleganter Wein aus Loire-Atlantique

Die Loire, der See von Grand-Lieu, das Meer und ein felsiger Untergrund verhelfen dem Muscadet-Wein zu seiner eleganten Frische. In seiner Ursprungsregion, Loire-Atlantique, gibt es vier AOC-Appellationen: Muscadet, Muscadet-Sèvre-et-Maine, Muscadet-Coteaux-de-la-Loire sowie Muscadet-Côtes-de-Grandlieu. Die Verkostung enthüllt ein diskret blumiges oder fruchtiges Aroma mit mineralischer Note. Natürliche Hefen bei der Fermentation sorgen für ein leichtes Gefühl von Kribbeln im Mund. Der Muscadet mit 12,5% Alkoholgehalt eignet sich hervorragend als Aperitif oder Begleiter von Fisch oder Meeresfrüchten. In Frankreich gilt er geradezu als Inbegriff für Geselligkeit. www.vinsvaldeloire.fr/de

[contentblock id=39 img=html_left.png]Pineau des Charentes des “Comptoir Charentais”

Das „Comptoir Charentais“ fungiert als Vitrine für Produkte der Region. Getränke, Konserven, Gebäck oder Salz von der Insel Ré… Gaumenfreuden reichlich! Natürlich probiert man den Aperitif „Pineau des Charentes“ in Weiß oder Rosé. Hergestellt wird er aus frischem Most mit Zugabe von Cognac. Danach reift er in Eichenfässern. www.specialite-terroir-charente.fr

Austern “Marennes Oléron”

Auf 3000 ha produziert man die Austern „Marennes Oléron“, weit über die französischen Landesgrenzen hinaus bekannt. Ihr unvergleichliches Aroma erhalten sie durch die Aufzucht in sogenannten „Claires“, Becken, die einst der Salzgewinnung dienten. Deren tonhaltige Böden und das im Gezeitenrhythmus frisch ein- und ausströmende Meerwasser verhelfen ihnen zum exquisiten Geschmack. Unter anderem in der “Cité de l’Huître“ am Kanal Cayenne-Marennes im Becken von Marennes-Oléron kann man sie kosten. www.cite-huitre.com

Weinregion Bordeaux

Das Umland von Bordeaux umfasst 60 AOC Appellationen. Legendäre Weine wie Saint-Emilion, Pomerol, Médoc, Saint-Estèphe, Sauternes oder Pessac-Léognan stammen von hier. Seit Juni 2016 findet man vor den Toren von Bordeaux die „Cité du Vin“. Der Bau mit seiner kühnen Architektur ist der Jahrtausende alten Weinkultur gewidmet. Der kann man aber auch bei vom Office de Tourisme organisierten Besuchen auf Weingütern nahe kommen. www.bordeauxwinetrip.com

“Vin des Sables” in den Landes

Auf den Dünen von Capbreton liegen die Rebenfelder der Lage „Les Dunes de la Pointe“. Von der Sonne verwöhnt und von salziger Luft aromatisiert, gedeihen hier frische und fruchtige Weiß-, Rosé und Rotweine. Nach den traditionellen Methoden der „seefahrenden Winzer“ entsteht hier der einst renommierte „Vin des Dunes“ (Wein der Dünen). www.vindesdunes.com

Schokolade aus Bayonne

Schwarz, bitter und mit reichlich Kakao, so ist seit vier Jahrhunderten Schokolade aus Bayonne. Spanische und Portugiesische Juden, die vor der Inquisition flüchteten, brachten die Kunst ihrer Herstellung aus Südamerika mit. Heute fabrizieren die sieben Manufakturen der Schokoladengilde sie nach den gleichen Rezepten wie vor 200 Jahren. Man feiert sie alljährlich im Mai. Das „Atelier du Chocolat“ zeigt Besuchern das Geheimnis der Herstellung von der Pflanze bis zum Endprodukt. Und natürlich dessen Geschichte von den Azteken und Mayas bis heute. www.atelierduchocolat.fr

Sardinen in die Büchse!

Konservenmanufaktur in Saint-Gilles-Croix-de-Vie. Ein Showbereich mit Ausstellung, Video. Kostproben und Verkauf der famosen lokalen Sardine, die in Saint-Gilles-Croix-de-Vie seit 1887 zu Konserven verarbeitet wird. www.laperledesdieux.com

Maison des vins d’Ancenis

Eine reiche Auswahl an Weinen des Loire-Tals, Tapas-Bar und tolle Aussicht über die Loire von der hauseigenen Terrasse aus. Das „Haus des Weines“ in Ancenis ist für Bacchusjünger eine unverzichtbare Adresse. www.maison-des-vins-ancenis.fr

Erdbeeren so süß wie die Sünde

Vor 40 Jahren erwarb Joseph Maillard 5 ha Land bei Pornic und pflanzte Erdbeeren. Das milde Klima tat ein Übriges. Man geht hin und pflückt selbst. Inzwischen sorgen Gewächshäuser für eine lange Saison. Ansonsten kauft man Eis oder Konfitüren der „Fraiseraie“ und andere Erdbeerprodukte in sieben Läden entlang der Atlantikküste. www.lafraiseraie.com/accueil.html

Seife aus Eselsmilch 100% Île de Ré

Reich an den Vitaminen A,B, und C, Fettsäuren und Mineralstoffen, kennt man die Eselsmilch als wirksame Substanz bei Reinigung und Feuchtigkeitsregelung der Haut. Produkte auf Basis von Eselsmilch produziert man in der Manufaktur „Savonnerie de Ré“ . Übrigens findet man hier häufig Darstellungen eines Esels in Hose – gewissermaßen das Symbol der Insel. Einst dienten Esel in der Landwirtschaft und Salzgewinnung. Die Hose schützte sie vor Insekten. www.savonneriedere.fr

[contentblock id=40 img=html_right.png]Taschen, Puffs und Körbe

Bei „EchoMer“ in La Rochelle recycelt man Materialien mit Verbindung zum Meer (Segel, Austernkörbe usw.). Die Produkte finden sich in Boutiquen der Stadt, insbesondere denen am Quai Louis Prunier hinter dem Aquarium von La Rochelle. boutique.echo-mer.com/

Baskische Stoffe Lartigue 1910

Einst bäuerliche Gebrauchswäsche, haben sich baskische Stoffe unter den kreativen Händen ihrer Weber in hochwertige häusliche Wäsche, Tisch-Accessoires, Mode oder Bezüge verwandelt. Von klassisch bis aktuell findet jeder seinen Farbton oder sein Muster. Beim Unternehmen Lartigue 1910 kann man die Ateliers besichtigen, in denen bei Besuchsprogrammen ausgewählte Techniken und Maschinen bei der Arbeit präsentiert werden. www.lartigue1910.com

Espadrilles

Die typischen Schuhe des Baskenlandes haben nichts von ihrem Charme verloren. Sie haben sich allerdings aktuellen Modetrends angepasst. Handgemachte oder aus der Serie „Art of Soule“ finden sich in den Boutiquen von Bayonne und Biarritz. www.artofsoule.com

Von Blütenstaub, Mehl und alten Familienrezepten – wie entstehen Südtiroler Qualitätsprodukte?

Seit mehr als zehn Jahren bürgt das Qualitätszeichen „Qualität Südtirol“ für landwirtschaftliche Produkte und Lebensmittel aus Südtirol: Als Erkennungsmerkmal für den Verbraucher werden ausschließlich Produkte, die in Südtirol hergestellt werden und ein deutlich höheres Qualitätsniveau vorweisen, mit diesem Kennzeichen versehen. Die Reihe an Produkten reicht von Honig über Brot bis zu Speck.

Fleißige Bienen in 6000 Bienenvölkern

Die nördlichste Region Italiens ist landwirtschaftlich imposant. Die vielfältige Pflanzenwelt bietet ideale Voraussetzungen für die Honigbiene, deren Bienenstöcke sowohl im Tal als auch auf den Südtiroler Almen stehen können. Das schlägt sich in Farbe und Geschmack ihres Honigs nieder. In Südtirol gibt es insgesamt 6.000 Bienenvölker, die von 150 Imkern betreut werden und jährlich rund 90.000 Kilogramm Honig mit Qualitätszeichen herstellen. Der Südtiroler Honig zeichnet sich insbesondere durch einen niedrigen Wassergehalt aus, was ihn zu einer sehr konzentrierten und geschmacksintensiven Sorte werden lässt.

Der Imker Georg Eller machte seine Leidenschaft vor über 25 Jahren zum Beruf. Auf seinem Platterhof in Marling in der Umgebung von Meran werden die Bienen artgerecht und in naturbelassenen Holzmagazinen gehalten. Das garantiert einen sauberen und unbelasteten Honig. Neben Marling hat die Imkerei noch weitere Standorte in ganz Südtirol und kann so eine große Bandbreite an verschiedenen geschmackvollen Honigsorten vorweisen.

Ausflugstipp: Das Bienenmuseum im Platterhof am Ritten, dem Hochplateau oberhalb von Bozen, zeigt eine Sammlung historischer Imkergeräte sowie Filme über Bienenzucht und Bienenforschung. Das Museum ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Kinder zwischen 6 und 12 Jahren zahlen 3 Euro, Erwachsene 6 Euro und Familien 12 Euro. Eine Führung ist inklusive.

Wissenswertes: Honig ist – verglichen mit Traubenzucker – ein effektiver Energielieferant. Denn Honig enthält Mehrfachzucker, der nach der Nahrungsaufnahme schrittweise ins Blut übergeht und somit über Stunden positiv wirkt. Honig kann auch als Erste-Hilfe-Mittel dienen: Die im Honig enthaltene Aminosäure Tryptophan wird im Körper in den wichtigen Botenstoff Serotonin umgewandelt, welches zum Beispiel Kopfschmerzen lindern und die Stimmung aufhellen soll.

[contentblock id=39 img=html_left.png]Kneten, Formen, Backen

Trägt ein Brot das Zeichen „Qualität Südtirol“, besteht es zu 60 % aus Südtiroler Zutaten und das verwendete Mehl aus mindestens 75 % Südtiroler Getreide. Die seit Jahrhunderten überlieferten Rezepturen und traditionellen Herstellungsverfahren machen die landestypischen Brotsorten so besonders. Dabei hat jeder Bäcker seine Rezepturen individualisiert. Die gleiche Brotsorte von unterschiedlichen Bäckereien kann daher auch unterschiedlich schmecken.

Andreas Pilser aus Kortsch im Vinschgau ist seit 50 Jahren Bäckermeister. Sein Brot backt er noch auf traditionelle Weise und ganz ohne chemische Backhilfsmittel. Das unterscheidet ihn von größeren Bäckereien. Seine Spezialität sind die Vinschger Paarlen, die traditionell aus Roggen- und Weizenmehl bestehen. Den Roggen dafür baut Pilser auf etwa drei Hektar selbst an. So wurde der Getreideanbau neben dem Backen seine große Leidenschaft.

Ausflugstipp: Vom 30. September bis 2. Oktober findet auf dem Domplatz in Brixen im Eisacktal der Brot- und Strudelmarkt statt. Neben einem historischen Parcours mit alten Gerätschaften und dem feierlichen Einzug der Bäcker in den Dom am Erntedanksonntag haben die Besucher die Möglichkeit, selber Brot zu backen und die verschiedenen Spezialitäten kennenzulernen.

Wissenswertes: Im Hotel Tann am Ritten, oberhalb von Bozen, in Südtirol kann man ein vom Mittelalter inspiriertes Brotbad genießen. Damals zur Linderung rheumatischer Beschwerden und zur Austreibung von Sünden und bösen Geistern angewandt, dient es heute zur Erholung und Entspannung. Das moderne Brotbad findet in einem Raum mit wohltuender, trockener Wärme statt. Hier ist die Luft mit Sauerteigenzymen aus einem Backofen angereichert, in dem täglich Sauerteigbrot gebacken wird. Enzyme haben in der modernen Medizin als Botenstoffe eine zunehmende Bedeutung und regulieren beispielsweise den Stoffwechsel.

Ran an den Speck

Auch der Südtiroler Speck wird seit Generationen nach altem Familienrezept hergestellt. Leicht geräuchert und an der frischen Bergluft getrocknet, vereint die Südtiroler Speckherstellung Eigenschaften aus Italien und aus dem Gebiet nördlich der Alpen. Der Grundsatz bei der Herstellung lautet: „Wenig Salz, wenig Rauch und viel frische Bergluft.“ Die Speckherstellung ist dabei eine Kunst für sich, denn sie gründet auf fünf genau aufeinander abgestimmte Phasen und hat sich damit auch die europäische Ursprungsbezeichnung „g.g.A.“ verdient.

Die Windegger Metzgerei in Eppan an der Südtiroler Weinstraße wurde 1901 gegründet und seitdem von Generation zu Generation weitergegeben. Günther Windegger greift noch heute auf das Familienrezept von seinem Urgroßvater zurück. Etwa die Hälfte des produzierten Specks verkauft die Familie an der eigenen Ladentheke in Eppan und im neuen Geschäft in Bozens Altstadt. Aber auch Anfragen von Kunden aus dem Ausland werden bedient.

Ausflugstipp: Im Bergdorf St. Magdalena in Villnöss im Eisacktal, dem Geburtsort von Reinhold Messner, findet am 1. und 2. Oktober das diesjährige Speckfest statt. Dort kann man unter anderem den schnellsten Speckaufschneider Hans Martinger bewundern.

Wissenswertes: Für den experimentierfreudigen Speckliebhaber gibt es verschiedene Rezepte und Anregungen auf einer eigenen Speck-Plattform im Internet.

Auf Seite 2 finden Sie eine umfassende Linkiste zum Thema Südtiroler Qualitätsprodukte.

IDM Südtirol

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