Weihnachtsmärkte in Schweden – Adventszeit mal anders erleben

Wer Abwechslung zu unserem heimischen Advent sucht, der sollte nach Südschweden fahren. Hier findet man Weihnachtsmärkte schon mal in magischen Höhlen, jahrhundertealten Bauernhäusern oder geschichtsträchtigen Schlössern. Oder man gesellt sich zu finsteren Wikingern und feiert ein Feuerfest. Weiteres Highlight: Das Lucia-Fest am 13. Dezember mit der Lichterkönigin.

Für einen Ausflug in den nordischen Advent bietet TT-Line attraktive Fährtickets und Pakete an. So ist eine Überfahrt über die Ostsee nach Trelleborg für fünf Personen mit Pkw bereits ab 49,90 Euro von Rostock bzw. ab 69 Euro von Świnoujście oder 79 Euro von Travemünde buchbar. Oder man nutzt den Tagesaufenthalt in Südschweden im Rahmen einer TT-Line-Minikreuzfahrt ab 122 Euro pro Person. Nachfolgend einige Tipps für Weihnachtsmärkte und Events vom Schweden-Experten TT-Line:

Außergewöhnliche Weihnachtsmärkte

Festlicher geht es nicht: Weihnachtsmärkte in prächtigen Schlössern findet man bei „Svenska Slottsmässor“ (Schwedische Schlossmessen). Einen der schönsten kann man vom 27. bis 30. November im Schloss Kalmar besuchen, ungefähr vier Autostunden vom TT-Line-Anlegehafen Trelleborg entfernt: 120 der besten Kunsthandwerker Schwedens, dazu Musik- und Theaterdarbietungen in Nordeuropas bestbewahrtem Renaissanceschloss.

Zwölf Meter unter der Erde: In der Tykarpshöhle bei Hässleholm – knapp zwei Stunden von Trelleborg entfernt – findet der Weihnachtsmarkt vom 5. bis 7. Dezember unter der Erde statt, in einer magischen Welt aus Labyrinthen und Säulenhallen. Während die Eltern sich mit typisch schwedischen Weihnachtsköstlichkeiten und Kunsthandwerk eindecken, statten die Kinder dem Weihnachtsmann im „tomtegång“ (Gang des Weihnachtsmannes) einen Besuch ab, um ihm ihre Wünsche mitzuteilen.

Ausflug in vergangene Zeiten: Im Freilichtmuseum Kulturen in Lund füllen am 29. und 30. November Kunsthandwerk, Weihnachtsspezialitäten, Musik und andere Aktivitäten die Bauernhäuser aus unterschiedlichen Epochen, zudem wird der Park bei Anbruch der Dämmerung mit einem Lichtermeer aus hunderten von Kerzen erleuchtet. Das Freilichtmuseum erreicht man von Trelleborg aus in knapp 40 Minuten.

[contentblock id=39 img=html_left.png]Fantastische Lichterfeste

Am 13. Dezember wird man in Schweden Zeuge eines bezaubernden und bei uns recht unbekannten Schauspiels. Mädchen in langen, weißen Gewändern erhellen mit Lichterzügen und Kirchenkonzerten feierlich Städte und Dörfer und bringen Licht in den ehemals kürzesten Tag des Jahres. Sie singen Lucia-Lieder und verteilen das traditionelle Safrangebäck Lussekatt. Angeführt werden die Lichterzüge von der Lichterkönigin Lucia, die einen Kranz aus brennenden Kerzen auf dem Kopf trägt – ein Traum vieler schwedischer Mädchen. Viele Lucia-Konzerte finden zum Beispiel alljährlich in Malmö statt.

Ebenfalls am 13. Dezember wird im Wikinger-Freilichtmuseum Foteviken – nur knapp 20 Minuten mit dem Auto vom TT-Line-Fährhafen Trelleborg entfernt – das Jahr mit einem Feuerfest verabschiedet. Hier trifft man stattliche Wikinger, die mit Fackeln durch die Wikingerstadt ziehen und ein großes Feuer entzünden, an dem König Björn dann eine Rede an alle Nordmänner hält. Auf einem Wintermarkt wird zudem historisches Kunsthandwerk verkauft.

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Westschweden für Gourmets mit Kräuterfee, Butter-Wikinger und Food-Olympiade

Es gibt viele Gründe, warum Westschweden bei Genießern so beliebt ist. Das Land ist bekannt für seinen erstklassigen schwarzen Hummer, seine nachhaltige Küche – und im Fischerdorf Grebbestad findet jedes Jahr eine Meisterschaft im Austernöffnen statt. Nicht umsonst war Göteborg 2012 die kulinarische Hauptstadt Schwedens und wird 2013 Gaststadt des „World Travel Food Summit“. Die Konferenz verbindet die Nahrungsindustrie weltweit und dient zum Wissensaustausch, entdeckt die neusten Trends zum Thema Ernährung. Aber letztlich sind es Menschen mit Leidenschaft für gutes Essen, die Westschwedens Kulinarik so prägen. Drei davon werden hier vorgestellt.

Patrik Johansson, der „Butter-Wikinger“

In seinen früheren Leben war Patrick Johansson mal Fischer, später Manager einer Kaffeeplantage in Madagaskar und er produzierte Salz aus Meerwasser. Bis er schließlich seine wahre Berufung fand: die Butter. Manchmal löffelt der 45-Jährige die gelbe Köstlichkeit auch nur so aus dem Fass – das Brot würde „den Geschmack ruinieren“. Johansson lebt mit seiner Familie im dicht bewaldeten Nordosten Göteborgs in einem für Schweden so typischen roten Holzhaus. Dies verlässt er drei Mal die Woche, um in einem benachbarten Schloss eine der besten Butter der Welt herzustellen: Er ist der „Butter-Wikinger“. Seine samtige Spezialität schmeckt Restaurantgästen in ganz Europa. Sie kommt beispielsweise im Noma in Kopenhagen aufs Brot, auch der Londoner Sternekoch Heston Blumenthal brutzelt mit ihr. Jahrelang hat Johansson experimentiert, mittlerweile ist er für seine „Virgin Butter“ bekannt: Zu 40 Prozent aus Buttermilch gemacht, cremig, sauer und geschmacklich so intensiv, dass sie süchtig macht. www.vallmobacken.se

Das Restaurant Kosters Trädgårdar: Inbegriff der Nachhaltigkeit

Auf der Schäreninsel Sydkoster inmitten Schwedens erstem Marine-Naturpark stehen Fahrräder für jedermann einfach so herum. Geklaut werden sie nicht, man stellt sie einfach nach Gebrauch wieder ab. Genauso vertraut geht es im Restaurant Kosters Trädgårdar zu, seit 2008 sorgt Chefköchin Anna Bengtsson hier für das leibliche Wohl der Gäste. Vorher arbeitete sie im italienischen Gourmetrestaurant Divino in Stockholm und bekochte auch schon mal Schulkinder. Anna liebt ihre Arbeit. Sie besorgt sich Obst, Gemüse und Kräuter zum Kochen aus dem Garten vor der Tür, dem hauseigenen Bauernhof oder befreundeten Bioproduzenten. Aus Resten kocht Anna Marmelade, Chutney oder Saft und verkauft sie im dazugehörigen Bauernladen. Auch ihr Lieblingsessen ist einfach: westschwedische Miesmuscheln mit Butter, Knoblauch und Petersilie. Gäste des Kosters Trädgårdar können Kurse im Biogärtnern belegen oder auch einfach nur die mit Wildblumen gesprenkelte Aussicht genießen. www.vastsverige.com/en/West-Sweden/products/19026/Kosters-Tradgardar

[contentblock id=39 img=html_left.png]Krister Dahl – von einem, der Schweden die Food-Olympiade gewinnen ließ

Das Gothia Towers ist mit 704 Zimmern eines der größten Hotels ganz Skandinaviens. Der Blick von oben auf das malerische Göteborg ist unschlagbar und das dazugehörige West Coast-Bistro ist bei den Anwohnern sehr beliebt. Chefkoch Krister Dahl ist sich sicher: „Unsere Köche sollen so oft wie möglich die Küche verlassen und sich mit den Gästen unterhalten. Unser Restaurant soll leben!“ Krister führt seit fünf Jahren das schwedische Kulinarik-Team durch die Food-Olympiade und gewann so bereits vier Goldmedaillen. Das hat noch kein anderer Koch der Welt vor ihm geschafft.

„Westschweden steht für Meeresfrüchte und Fisch. Aber es gibt noch so viel mehr! Wir bekommen unsere Rohwaren ausschließlich von Produzenten aus der Region – egal ob Miesmuscheln, Pilze oder Schwein und Kalb. Es muss auch nicht immer alles kompliziert zu kochen sein.“ Im West Coast fühlt man sich wie in einer stylischen Göteborger Markthalle, mit Krebsaquarium, Austerntreppe und einem großen Angebot an frischem Fisch. Ab nächstem Jahr soll es ein eigenes Gewächshaus geben, wo die Köche Kräuter für ihre Gerichte pflücken können. Link: www.gothiatowers.com

Urlaub in Westschweden

Die Urlaubsregion Westschweden umfasst Göteborg und die Regionen Västergötland, Bohuslän und Dalsland. Göteborg stellt mit seinem Opernhaus und jährlichen Musikfestival „Way out West“ das kulturelle Zentrum Westschwedens dar. Zum Flanieren laden der Stadthafen und die historische Altstadt ein. Västergötland ist die Heimat geschichtlicher Stätten, romantischer Schlösser, Herrenhäuser und Gutshöfe. Die Schärenküste Bohuslän lockt mit ihrer einsamen Felsenküste, kleinen Inseln und traditionellen Fischerdörfern. Dalsland gilt mit seinen vielen unberührten Seen als eines der besten Kanureviere Europas. Westschweden hat zudem einen ausgezeichneten Ruf als kulinarisches Reiseziel. Zu den Delikatessen gehören frische Austern, Hummer, Krebse und Muscheln. Die Kooperation „Kosten Sie Westschweden“ mit 36 zertifizierten Restaurants garantiert eine authentische, regionale Küche: www.westschweden.com.

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Unter Bären und Astronauten – Herbstreisen mit Kindern nach Schweden

Wilde Tiere verfolgen, mutige Freunde finden, übers Meer fahren, fremde Planeten erobern – diese Kinderträume waren nie einfacher zu erfüllen als heute: Wer jetzt seine Herbstferien in Schweden plant, kann auf Bärensafari, auf große Fahrt über die Ostsee und auf dem Mond spazieren gehen – oder in der „Astrid Lindgrens Welt“, dem berühmten Freizeitpark in Småland, widdewiddewitt, Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga und viele andere Helden aus Kindertagen wiedertreffen. Auch die Anreise ist kinderleicht und für kleines Geld zu haben: Mit den bequemen Ostseefähren von TT-Line erreicht man von Lübeck-Travemünde oder Rostock aus über Nacht oder per Tagesticket Südschweden.

Rendez-vous mit dem Rentier – Abenteuerreise in Schwedisch Lappland

Sie gehören zu Nordeuropa wie Mitternachtssonne und Polarnacht: Rentiere, die kleineren Verwandten der Elche, die genau wie diese zur Familie der Hirsche zählen. In Schwedisch Lappland leben sie in großen Herden in der Einsamkeit der endlosen Tundren meist als halbdomestizierte Tiere, die traditionell vom Volk der Samen gezüchtet werden. Eine besondere Möglichkeit, diese letzte Wildnis Europas kennen zu lernen, ist eine Rentier-Schlittenfahrt durch die nordische Winterlandschaft.