Wellness und Kuren am pommerischen Strand

Während sich in diesen Tagen im rund 150 Kilometer entfernten Danzig alles um Fußball dreht, stehen die Zeichen im Resort & Medical Spa Panorama Morska auf Entspannung und Erholung. In dem kleinen Seebad Jaroslawiec (deutsch Jershöft) an der mittleren Ostseeküste erwartet FIT-Gäste eine Erholungsoase in einem zwölf Hektar großen Park, nur rund 350 Meter vom breiten Sandstrand entfernt.

Das Angebot ist vielseitig: Wellness, Beauty, Medical Wellness und Kuren für jedes Alter stehen auf dem Programm. Dafür verfügt das Resort über ein Wellness & Power Slim Studio mit modernsten Geräten für Gesichts- und Körperbehandlung wie etwa Starvac Lifting, eine Behandlung mit Unterdruck. Im Medical Spa, dem Pommerschen Zentrum für Rehabilitation, Gesundheit und Beauty, sorgen Ärzte und Therapeuten für individuell abgestimmte, qualifizierte Therapien – vom Moorbad bis zu Thalasso-Inhalationen.

Der Reiseveranstalter FIT Reisen bietet beispielsweise das Arrangement „Medical Wellness & Kur“ ab 230 Euro pro Person an. Unterstützt durch das gesunde Ostseeklima eignet es sich ideal zur Behandlung von Asthma, aber auch auf die Indikationen Diabetes, Rheuma, Arthrose sowie Erkrankungen von Kreislauf und Bewegungsapparat ist das Medical Spa ausgestattet. Zum Programm gehören eine Arztkonsultation, 24 Stunden medizinische Bereitschaft sowie zwölf Anwendungen pro Woche nach Verordnung des Arztes. Die Benutzung von Aquapark, Fitness-Studio und Tennisplatz gehört ebenso zum Leistungsumfang wie das Unterhaltungsprogramm mit Tanzabenden, Konzerten, Lagerfeuer, Kutschenfahrten und mehr.

Für Familien, speziell für Kinder, hält das Resort Panorama Morska eine besondere Attraktion bereit: Polens größten Aquapark. In tropischem Ambiente warten unter anderem Pools und Bewegungsbecken mit Strömungskanal, Wasserrutschen, Grotten mit Wasserfällen und ein Wellenbad mit Luftgeysiren auf große und kleine Wasserratten.

[contentblock id=74 img=html_left.png]Weitere Informationen auf www.fitreisen.de.

FIT

Tipps für die Fussball-Europameisterschaft in Polen

Einreise, Geld, Essen, Transport: Was Reisende wissen müssen Zur Fußball-Europameisterschaft erwartet Polen Hunderttausende Fans aus dem Ausland. Viele Deutsche werden aus diesem Anlass zum ersten Mal das Nachbarland besuchen. Das Polnische Fremdenverkehrsamt gibt deshalb einige Tipps für Polen-Neulinge.

Einreise: Polen ist Mitglied des Schengen-Raums. Dadurch entfallen normalerweise Kontrollen an den Grenzen. Allerdings nimmt das Land von seinem Recht Gebrauch, während der Zeit der Europameisterschaft stichprobenartige Kontrollen im Grenzraum vorzunehmen. „Den Verkehrsfluss an den Grenzen wird das aber nicht beeinträchtigen“, schätzt Jan Wawrzyniak. Bundesbürger benötigen einen gültigen Personalausweis oder Reisepass. Wer nicht mit dem eigenen Auto nach Polen fährt, braucht zudem eine Bestätigung des Eigentümers, dass er zur Nutzung des Wagens berechtigt ist.

Auto: Wer mit dem eigenen Auto unterwegs ist, sollte sich keine Sorgen machen. Entgegen langlebiger Vorurteile ist die Diebstahlrate in Polen niedriger als in vielen anderen europäischen Ländern. Vorsicht sollte man dennoch wie überall walten lassen, zum Beispiel keine Wertgegenstände offen im Auto liegen lassen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, findet überall bewachte Parkplätze. In vielen polnischen Innenstädten gibt es wie auch in Deutschland Parkzonen, wo man tagsüber nur gegen Gebühr parken darf. Zahlen muss man ebenso für die Benutzung der Autobahnen. Dort werden auch Euro akzeptiert. Anders als in Deutschland muss man auch tagsüber mit Abblendlicht fahren. Die Alkoholgrenze liegt bei 0,2 Promille. Viele andere Regelungen sind ähnlich wie in Deutschland. „Denken Sie bitte daran, dass rund um die EM-Städte an den Spieltagen die Straßen sehr voll sein werden“, sagt Jan Wawrzyniak, Direktor des Polnischen Fremdenverkehrsamtes in Deutschland. Deshalb sollte man besser die Park&Ride-Plätze am Rande der Stadt nutzen oder gleich mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen.

Einkaufen: „Für viele Polen ist Einkaufen eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen“, meint Jan Wawrzyniak. In den vier EM-Städten hat man eine hervorragende Auswahl an kleinen Boutiquen, Läden von H&M bis Zara oder auch großen Einkaufszentren. In Warschau öffnete erst kürzlich das erste Luxuskaufhaus des Landes „vitkAc“ mit Edelmarken wie Armani, Gucci oder Lanvin. In Poznań (Posen) bietet das preisgekrönte Kultur-, Einkaufs- und Freizeitzentrum Stary Browar (Alte Brauerei) jede Menge Shopping-Spaß, in Wrocław (Breslau) lohnt ein Bummel durch die historischen Einkaufspaläste aus der Zeit der Klassischen Moderne wie das Kaufhaus Renoma. Und in Gdańsk (Danzig) findet man Bernstein in vielen kleinen Schmuckläden. Zahlreiche Geschäfte im Nachbarland haben abends bis 21 oder 22 Uhr und auch am Sonntag geöffnet.

Essen: In Polens Großstädten ist die Auswahl riesig. Sie finden hier alles von asiatisch bis mediterran. „Aber nutzen Sie Ihren Aufenthalt, um auch einige traditionelle polnische Speisen zu probieren“, empfiehlt Wawrzyniak. Als Beispiel nennt er die beliebten Pierogi, Teigtaschen mit herzhafter oder süßer Füllung, geeignet als Haupt oder Nachspeise. In manchen Restaurants kann man unter zwei Dutzend Varianten wählen, das Ganze kostet nur wenige Złoty. Spitzenköche wie Paweł Osczyk aus Warschau kombinieren traditionelle polnische Speisen mit fernöstlichen oder mediterranen Zutaten. Das Ergebnis kann sich sehen und schmecken lassen.

Geld: Für einen Euro erhält man aktuell knapp 4,20 Złoty. „Der Kurs ist im Moment vergleichsweise günstig, viele Waren sind in Polen dadurch preiswerter als in Deutschland”, betont der Chef des Polnischen Fremdenverkehrsamtes. Tauschen kann man bequem in Wechselstuben, die in Polen „Kantor” heißen. Deren Preisgestaltung unterscheidet sich, ein Vergleich lohnt sich also. Mit der EC-Karte kann man am Bankomat Geld ziehen. Die gibt es überall im Land, die Menüführung ist in Englisch, manchmal auch auf Deutsch. Sehr verbreitet ist es in Polen, mit einer Kreditkarte im Geschäft, Hotel oder Restaurant zu zahlen. Mit Euro kann man in der Regel nicht oder nur zu einem ungünstigen Kurs zahlen.

Information: An Flughäfen, Hauptbahnhöfen und in den Stadtzentren gibt es Touristeninformationen, wo man Auskünfte erhält und sich mit Stadtplänen, Veranstaltungskalendern oder weiteren Informationsmaterialien kostenlos eindecken kann. Darüber hinaus gibt es während der Europameisterschaft 2012 mehr als 3.000 freiwillige Helfer. „Sprechen Sie diese ruhig an, wenn Sie den Weg zur Fanzone und zum Stadion suchen oder andere Fragen haben”, empfiehlt Jan Wawrzyniak. Alle Helfer sind mehrsprachig. Vorab kann man sich auf den Websites www.polishguide2012.pl und www.polen.travel über die EM und das Austragungsland Polen umfassend informieren.

[contentblock id=40 img=html_right.png]Notfälle: Bei Notfällen können sich ausländische Touristen an eine kostenlose Telefon-Hotline wenden. „Während der Zeit der Europameisterschaft stehen deutschsprachige Mitarbeiter dort täglich von 10 Uhr früh bis 2 Uhr in der Nacht zur Verfügung”, so Wawrzyniak. Vom polnischen Festnetz kann man kostenlos die Nummer 0800-200 300 wählen, vom eigenen Handy die Nummer 0048-608 599 999. Dabei fallen die üblichen Verbindungsgebühren an.

Sprache: Zugegeben, die polnischen Zischlaute haben es in sich. Aber man gewöhnt sich schnell daran. „Um es ausländischen Gästen nicht ganz so schwer zu machen, haben wir auch einige Worte ganz ohne Zischlaute”, meint der Verkehrsamtschef augenzwinkernd. So sagt man „piwo”, wenn man ein Bier möchte oder „wino” für einen Wein. „Tak” heißt ja und „nie” (sprich „nje”) nein. „Dzień dobry” bedeutet „guten Tag” und spricht sich wie „Dschjänn dobre”. Probieren Sie es mal, die Polen werden Sie dafür lieben.

Stadtverkehr: Das Netz an Bussen und Bahnen in Polens Großstädten ist gut, die Preise sind sehr niedrig. „Für umgerechnet zwei bis drei Euro kann man sich einen ganzen Tag lang mit Bus und Bahn in der Stadt bewegen”, so Jan Wawrzyniak. Karten gibt es am Automaten oder in Kiosken. Auch Taxifahren ist in Polen ein preiswertes Vergnügen. Sechs bis acht Złoty (1,40-1,90 Euro) kostet der erste Kilometer, etwa zwei Złoty jeder weitere. Vorsicht allerdings: Die Taxen haben keine einheitlichen Tarife. Deshalb vorher einen Blick auf die Preise werfen, die von außen gut sichtbar angebracht sein müssen. Im Zweifelsfall lassen Sie sich im Hotel oder Restaurant ein Taxi bestellen.

PTO

Polen und Ukraine: Wolfgang Büscher für das ZDF zu Fuß unterwegs “Immer Richtung Osten”

Noch immer ist der europäische Osten für die meisten Westeuropäer “Terra incognita”. Die bevorstehende Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine öffnet ein Fenster in diese bisher noch wenig beachtete Welt. ZDF-Reporter Wolfgang Büscher und Kameramann und Regisseur Lukas Schmid haben sich für ihren Film “Immer Richtung Osten”, der am Sonntag, 10. Juni 2012, 23.15 Uhr, im ZDF zu sehen ist, zu Fuß auf den Weg gemacht, um einen unverfälschten Blick auf Land und Leute am Vorabend der EM zu erhaschen.

Die Wanderung beginnt in Breslau, durchstreift Niederschlesien, das Kohlenrevier um Kattowitz, die alte Königsstadt Krakau und endet – nach einem Abstecher zu Freunden in einem Dorf in den südpolnischen Bergen – nach fast 700 Kilometern in Lemberg, dem Zentrum der untergegangenen galizischen Vielvölkerwelt. Büscher und Schmid gehen diesen Weg zu Fuß, um möglichst nah dran zu sein an den Geschichten, die sich am Wegesrand auftun: Sie geraten in eine Roma-Hochzeit, begleiten einen Jäger, entdecken ein prächtiges Opernhaus mitten in einer alten Kohlestadt im Niedergang, trainieren ein wenig mit dem Schriftsteller Andrzej Stasiuk am Boxsack, erholen sich bei ukrainischen Bauern von den Strapazen des Weges – und erreichen schließlich Lemberg.

[contentblock id=26 img=html_left.png]Staunend laufen sie durch das polnische Wirtschaftswunder und erleben, wie die Welt östlicher wird. Wo eben noch Neubauten und Supermärkte das Bild beherrschten, tauchen Pferdefuhrwerke auf und sozialistische Relikte. Die Leute sehen anders aus und sind anders gekleidet. Den Höhepunkt dieser Erfahrung bildet die neue Grenze zwischen dem nach Westen orientierten Polen und der russisch-ukrainischen Welt. Und das alles am Vorabend der Fußball-Europameisterschaft.

Der preisgekrönte Autor Wolfgang Büscher ist unter anderem bekannt durch sein 2003 veröffentlichtes Buch “Berlin – Moskau. Eine Reise zu Fuß”.

ots

Klassischer Ball oder urige Schlittenfahrt – Silvesterfeiern in Polen

Mit großen Feiern auf den schönsten Plätzen leitet man in Polens Großstädten traditionell das neue Jahr ein. In Poznań (Posen), Szczecin (Stettin) und Katowice (Kattowitz) kündigte man bereits größere Silvesterpartys als in den vergangenen Jahren an. Darüber hinaus warten auch in diesem Jahr ganz besondere Erlebnisse sowohl auf partyfreudige wie auf besinnlich gestimmte Gäste. Vom feierlichen Silvesterball unter Tage über zünftige Fahrten mit dem Pferdeschlitten in den Bergen bis hin zum winterlichen Segeltörn über die Ostsee reicht dabei das Angebot.

Etwas ruhiger als in den vergangenen Jahren dürfte es in diesem Jahr auf dem Marktplatz in Kraków (Krakau) zugehen. Anders als in den Vorjahren verzichtet man auf die Auftritte bekannter Bands. Stattdessen werden die Besucher vor Mitternacht mit heißen Dance-Rythmen vom Band unterhalten, bevor das Feuerwerk beginnt. Die historischen Tuchhallen im Zentrum des Marktplatzes werden als Kulisse für eine Light-Mapping-Installation dienen. Die Stadtverantwortlichen rechnen mit etwa 25.000 Besuchern. www.krakow.pl

Auch in der Hauptstadt Warszawa (Warschau) will man die öffentliche Silvesterparty in diesem Jahr preiswerter gestalten, dennoch soll es auf dem zentralen plac Konstytucji auch wieder ein Bühnenprogramm geben. Erwartet werden Stars der polnischen Popmusik. Eingeläutet wird das Neue Jahr mit einem Feuerwerk. www.warszawa.pl

Größer und bunter als zuvor will man den Jahresabschluss in der großpolnischen Hauptstadt Poznań (Posen) feiern. Hier soll in diesem Jahr mit rund 30.000 Gästen auf dem plac Wolności die polenweit drittgrößte Sylvesterparty nach Warszawa und der niederschlesischen Hauptstadt Wrocław (Breslau) steigen. Das Bühnenprogramm beginnt ab 20 Uhr und steht ganz im Zeichen der 1980er Jahre. Mit von der Partie sind auch die US-amerikanisch-britische R&B-Band Londonbeat sowie eine weitere internationale Musikgröße, die allerdings erst Mitte Dezember bekanntgegeben wird. Nach dem Ende des Live-Programms gegen 1 Uhr können die Besucher bei heißen Disco-Rhythmen bis in die Morgenstunden das neue Jahr feiern. www.poznan.pl

Die niederschlesische Metropole Breslau setzt in diesem Jahr auf ein neues Konzept. Weniger Pop, mehr Folk, so könnte das Motto der Silvesterparty lauten. Die musikalischen Gäste der Veranstaltung auf dem Marktplatz, die vom zweiten polnischen Staatsfernsehen live übertragen wird, kommen in diesem Jahr aus Polen, Spanien und Slowenien. Vor allem bekannte Folkgrößen, wie die Tatra-Band Zakopower oder Monika Brodka mit ihrer Mischung aus Pop und traditioneller Bergfolklore werden den Gästen einheizen. Mit von der Party ist ebenfalls Sängerin Kayah, die durch ihre Zusammenarbeit mit dem Musiker Goran Bregović auch in Deutschland bekannt wurde. www.wroclaw.pl

[contentblock id=39 img=html_left.png]Größere Silvesterparties wird es in diesem Jahr auch in Szczecin, Katowice und Łódź (Lodsch) geben. Die westpommersche Hauptstadt Stettin lockt mit einer modernen Videomapping- und Lasershow, einem Konzert sowie einem Höhenfeuerwerk in den Stadtpark Jasne Błonia (Quistorp-Aue). Die oberschlesische Metropole Katowice feiert das Jahresende vor der Multifunktionshalle Spodek (Untertasse) mit polnischen und internationalen Musikgrößen. Etwas bescheidener geht es in der Filmstadt Łódź zu. Hier dient der Marktplatz des Kultur- und Einkaufszentrums Manufaktura als Kulisse für lokale Musikgruppen und ein gut viertelstündiges Höhenfeuerwerk. www.szczecin.eu www.katowice.eu www.lodz.pl

Weihnachtsmärkte in Polen erfreuen sich wachsender Beliebtheit

Noch vor wenigen Jahren waren Weihnachtsmärkte bei unseren östlichen Nachbarn praktisch unbekannt. Doch inzwischen wetteifern in Polen die Städte um die größten und attraktivsten Angebote. Weihnachtsmusik erklingt auf den schönsten Plätzen, geschmückte Tannen und eine festliche Beleuchtung gehören zum Stadtbild und auf den Märkten findet man eine große Auswahl von Kunsthandwerk oder originellen Geschenkideen. Jede Stadt hat dabei ihre Besonderheit – wie den traditionellen Krippen-Wettbewerb in Kraków (Krakau) oder das gemeinsame Mahl auf dem Langen Markt in Gdańsk (Danzig).

Bereits zum dritten Mal findet in der ermländischen Hauptstadt Olsztyn (Alleinstein) ein Weihnachtsmarkt zwischen Tradition und Moderne statt. Vom 9. bis 18. Dezember können sich große und kleine Besucher auf eine Vielzahl attraktiver Weihnachtsstände, Spiele und Aktionen freuen. Die 25 Stände rund um das alte Rathaus der Stadt sind täglich geöffnet und bieten neben Kulinaria, Süßwaren und dem obligatorischen Glühwein vor allem Kunsthandwerk, Weihnachtsschmuck, Bio-Produkte und Spielzeug. An den beiden Marktwochenenden wird vor allem das Eskimodorf des „Rennenden Wolfs“ mit Hundeschlittenrennen, Lagerfeuer und Wettkämpfen in Eskimosportarten ein Hauptanziehungspunkt sein. Ebenfalls an den Wochenenden sorgt eine Licht- und Schnee-Show mit Schneekanone und Illumination der historischen Fassaden für die spezielle Weihnachtsatmosphäre im 21. Jahrhundert. Altpolnische Weihnachtsweisen und Lieder aus aller Welt, ein Eisskulpturenwettbewerb und Feuertheater-Performances bilden das künstlerische Rahmenprogramm. Pferdereiten und klassische Karussells dürften die kleinsten Besucher besonders erfreuen. (www.jarmark.olsztyn.eu)

Lustige Zwergenfiguren gehören zum Stadtbild der niederschlesischen Hauptstadt Wrocław (Breslau). Auf dem Weihnachtsmarkt in der Altstadt werden sie zum Leben erweckt und begrüßen die Besucher. In diesem Jahr hat sich zu der munteren Schar der etwas scheue Zwerg „Prezentuś“ hinzugesellt. Der Geschenkezwerg taucht immer mal wieder im bunten Treiben auf und verliert aus seinem Säcklein Geschenke. Wer seine Weihnachtswünsche erfüllt sehen will, der soll seine Zwergenkappe dreimal berühren. Darüber hinaus warten auch in diesem Jahre wieder ein zauberhafter Wald mit allerlei Märchengestalten sowie eine acht Meter hohe Weihnachtspyramide mit lebensgroßen Figuren auf die Besucher. Der traditionelle Weihnachtsmarkt mit zahlreichen Verkaufsständen findet vom 25. November bis 23. Dezember statt. (www.jarmarkbozonarodzeniowy.com)

Den ältesten und bekanntesten Weihnachtsmarkt des Landes veranstaltet die Kulturstadt Kraków (Krakau). Rund 60 Stände locken auf den Rynek Główny, den berühmten mittelalterlichen Marktplatz. Vom 25. November bis 26. Dezember kann man neben den renovierten Tuchhallen allerlei Kunsthandwerk, Weihnachtsschmuck und kulinarische Spezialitäten aus der Region Małopolska (Kleinpolen) finden. Den Markt ziert ein Weihnachtsbaum, dessen Schmuck von Waisenhauskindern hergestellt wurde. Auf einer Bühne können die Besucher ein weihnachtliches Totenfeierinszenierung erleben. Von besonderer Bedeutung sind die Krakauer Weihnachtskrippen, die seit 1937 jedes Jahr angefertigt werden und um den Titel der schönsten Weihnachtsinstallation konkurrieren. An dem Wettbewerb nehmen über 100 Krippenbauer teil, die ihre Werke am ersten Donnerstag im Dezember auf dem Rynek präsentieren. Mal sind diese traditionell gefertigt, mit klassischen Figuren der Weihnachtsgeschichte, mal innovativ-moderne Installationen mit Märchen- und Phantasiegestalten. Manchmal zeigen Skulpturengruppen auch Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und kommentieren das aktuelle politische Geschehen. Wer es nicht rechtzeitig zur Ausstellung nach Krakau geschafft hat, kann die Gewinnermodelle bis Februar im Historischen Museum der Stadt bewundern. (www.krakow.pl)

Vom 5. bis 23. Dezember erwartet die Besucher der Ostseemetropole Gdańsk (Danzig) auf dem Targ Węglowy (Kohlenmarkt) einer der schönsten Weihnachtsmärkte Polens. Danzig war 1989 die erste polnische Stadt, welche die Weihnachtszeit offiziell mit dem Aufstellen eines eindrucksvollen Weihnachtsbaumes und dem Anzünden der Lichter eröffnete. Diese Tradition wird seitdem fortgeführt. Am 5. Dezember wird der Długi Targ (Langer Markt) mit seinen Prachtbauten die Kulisse für dieses feierliche Ereignis bilden. Ebenfalls auf dem Langen Markt findet am 18. Dezember ein weiterer Höhepunkt des weihnachtlichen Treibens statt. Einwohner und Gäste Danzigs können dann an der Wigilia, dem Weihnachtsschmaus, teilnehmen. Die Honoratioren der Stadt stiften eine große Weihnachtstafel, an der Engelsgestalten gemeinsam mit den Besuchern einem alten polnischen Brauch folgend Oblaten brechen und gute Wünsche austauschen. (www.gdansk.pl)

Ein Weihnachtsmarkt findet vom 15. bis 23. Dezember auch in Toruń (Thorn) statt, der Geburtsstadt des großen Astronomen Nikolaus Kopernikus. Das weihnachtliche Marktgeschehen auf dem Rynek Nowomiejski (Neustädtischen Markt) wird vom Duft einer weltbekannten Thorner Spezialität bestimmt sein. Denn neben dem üblichen Glühwein und heißen Met ist die Stadt am Unterlauf der Weichsel vor allem für ihre wohlschmeckenden Lebkuchen bekannt. Wer Lust hat, der kann im städtischen Lebkuchen-Museum sogar selbst Hand anlegen und eine solche Leckerei nach mittelalterlichem Originalrezept backen. (www.torun.pl)

In der polnischen Hauptstadt Warszawa (Warschau) wird es in diesem Jahr gleich zwei Weihnachtsmärkte geben. Die 70 Stände auf dem Rynek Starego Miasta (Altstadtmarkt) sind bereits zu einer Institution geworden. Wie schon in den vergangenen Jahren präsentieren sich hier vom 26. November bis einschließlich 8. Januar zahlreiche Handwerksberufe. Ob deutsche Bratwurst, masurischer Baumkuchen oder Weihnachtsschmuck aus Tirol, die Stände bieten Traditionelles und Kulinarisches für jeden Geschmack. Für das kulturelle Rahmenprogramm sorgen Adventssinger, Weihnachtskonzerte und eine lebensgroße Adventskrippe. Vom 26. November bis 4. Dezember finden auf dem Weihnachtsmarkt die Slowakischen Tage statt. Neben slowakischen Lebkuchen und Musik laden die Köche des Hotels Bardejov aus der gleichnamigen Stadt zu traditionellen slowakischen Speisen ein. (www.jarmarkbozonarodzeniowy.org)

[contentblock id=39 img=html_left.png]Neu ist der Weihnachtsmarkt vor dem Warschauer Kulturpalast. Vom 26. November bis 24. Dezember findet in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs erstmals ein Markt statt, der stilistisch an die Tradition der erfolgreichsten europäischen Veranstaltungen dieser Art anknüpfen will. Hauptattraktion soll ein 32 Meter hohes Riesenrad sein. Stände mit Glühwein, Weihnachtsschmuck, Glaswaren und vielem mehr sollen Gäste mitten im Verkehrszentrum der Stadt zum Verweilen einladen. Für das kulturelle Rahmenprogramm zeichnet die noch junge Stiftung Fundacja Szczęśliwa Rodzina (Glückliche Familie) verantwortlich, die sich vor allem der Förderung von Waisenkindern verschrieben hat. (www.jarmarkwarszawa.pl)

Nicht nur die polnischen Metropolen wurden vom Weihnachtsmarktfieber angesteckt, sondern auch zahlreiche mittlere und kleinere Städte. Glühwein, gebrannte Mandeln und Christbaumkugeln erfreuen sich auch hier immer größerer Beliebtheit. So erwartet zum Beispiel die Gäste des niederschlesischen Städtchens Świdnica (Schweidnitz) in diesem Jahr ein Weihnachtsmarkt mit traditionellem Adventssingen. Der Marktplatz des beschaulichen Ortes bietet eine traumhafte Kulisse für die rund 40 Marktstände mit Kunsthandwerk und Kulinaria. Neben einer mächtigen Tanne wird vor allem eine lebendige Krippeninstallation die Blicke von Groß und Klein auf sich ziehen. (www.swidnica.pl www.swidnickakoleda.pl)

Zu Besuchermagneten entwickelten sich in den vergangenen Jahren auch die Weihnachtsmärkte in den großen Kultur- und Einkaufszentren manufaktura in Łódź (Lodsch) und Stary Browar in Poznań (Posen). Auch in diesem Jahr sollen sie in den Wochen vor Weihnachten zu einer Attraktion für Hunderttausende Besucher werden.

pto