Lokales Kunsthandwerk und regionale Produkte auf den Straßenmärkten der Kanaren

Einkaufen auf den Kanarischen Inseln bietet viele Vorteile. Aufgrund eines besonderen Steuersystems profitiert die Inselgruppe von einer Verbrauchersteuer von nur 7 Prozent. Diese ist damit um einiges niedriger als im restlichen Europa, was einen Großteil der Produkte preislich wettbewerbsfähiger macht.

Jedes Jahr kommen Millionen von Urlaubern auf die Kanarischen Inseln, die nicht nur von der Qualität der Strände und den das ganze Jahr über milden Temperaturen angelockt werden, sondern auch von den vielfältigen Möglichkeiten für Freizeit- und Aktivtourismus an der Küste und im Landesinneren. Die grünen Landschaften, die einzigartigen Meeresschwimmbecken, die vulkanische Natur, aber auch die vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten machen die Kanaren zum perfekten Reiseziel.

Neben vielen anderen Vorzügen bieten die Inseln eine große Auswahl an Produkten mit zertifizierter Ursprungsbezeichnung. Daher kaufen viele Urlauber lokalen Wein und Käse sowie Honig, handgemachte Marmeladen und andere Produkte. Besonders beliebt sind die Straßenmärkte bei Besuchern, die Lithographien von angesehenen Künstlern wie César Manrique, kanarische Stickereien, Korbwaren, Schmuck, Lederwaren und handgefertigte Produkte aus Holz, Keramik, Ton, Leder und Silber kaufen möchten. Jede Woche gibt es eine Vielzahl von Straßenmärkten. Einige davon im Landesinneren und andere direkt an der Küste. Jeder der einzelnen Märkte hat einen eigenen, ganz speziellen Charakter.

[contentblock id=39 img=html_left.png]Lanzarote – Straßenmarkt Teguise: Ein Inbegriff für Handwerkskunst

Dieser Straßenmarkt ist einer der umfassendsten Märkte im Archipel und ist bekannt für seine Vielfalt an Kunsthandwerk. Die zentralen, kleinen Straßen und Plätze in der Stadt Teguise, auf der Nordhälfte der Insel, verwandeln sich an Sonntagen zu einem Ort erfüllt von Farben, Musik und einem endlosen Strom an Besuchern, die auf der Suche nach einem besonderen Andenken an ihren Urlaub sind. Töpfer- und Lederwaren, Korbwaren, Kleidung, Wein, Käse und Obst, um nur einige zu nennen, sind die Hauptattraktionen.

Fuerteventura – Traditioneller Straßenmarkt La Oliva: Die schönsten Ölgemälde und Stickereien

Der charmante Ort La Oliva im Norden der Insel ist ein idealer Schauplatz, um lokale Handwerkskunst auszustellen und zu verkaufen.

Die Besonderheit des Marktes liegt in den schönen Stickereien und Ölgemälden, aber auch dank der Auswahl an Schmuck, Collagen und Gegenständen aus Holz, Silber und Leder ist der Markt einen Besuch wert. Darüber hinaus werden von Stand zu Stand neben einer großen Auswahl an Obst und Gemüse auch traditionelle Saucen und Marmeladen zum Probieren angeboten.

Gran Canaria – Straßenmarkt Teror: Der älteste Markt auf den Kanarischen Inseln

Jeden Sonntag findet in dem Ort Teror, im zentral-nördlichen Teil der Insel, der älteste Straßenmarkt der Kanaren statt. Den ersten Markt gab es dort im Jahr 1932 neben der Basilika von Teror, da diese eine Pilgerstätte für viele Einwohner ist. Aus diesem Grund dominieren dort Gegenstände, die der Virgen del Pino, der Schutzpatronin von Gran Canaria, und ihrer Kirche, einem wichtigen religiösen Ort, gewidmet sind. Zusätzlich zu diesen Reliquien bilden die 140 Stände einen riesigen Schauplatz für Kunsthandwerk und Lebensmittel. Ein absolutes Highlight ist die berühmte lokale Chorizo-Wurst.

Teneriffa – Tegueste Bauern- und Handwerkermarkt: Erlesener und hochwertiger Markt

In einem der traditionsreichsten Bauerndörfer im Norden von Teneriffa gelegen, ist dieser Markt bekannt für die Qualität seiner Waren und für das ansprechende Erscheinungsbild seiner 34 Holzstände.

Auf dem Markt von Tegueste können jedes Wochenende lokale Produkte wie Früchte, Gemüse, Wein, Fleisch und Fisch gekauft werden, die frisch von den verschiedenen Teilen der Insel geliefert werden. Auch Süßwaren und Kunsthandwerk sind hier zu finden.

[contentblock id=40 img=html_right.png]La Gomera – Valle Gran Rey Straßenmarkt: Nostalgie in Form von Second-Hand-Ware

Unter den vielzähligen Second-Hand-Artikeln wird auf diesem Markt die größte Auswahl an Antiquitäten, Büchern und Spielzeug ausgestellt. Wer nach einem Film, einer Zeitschrift, einer Dokumentation oder Aufzeichnung sucht, die an einen Moment vergangener Zeiten erinnern, könnte an diesem Ort fündig werden. Am Morgen des zweiten Sonntags jeden Monats wird dieser einzigartige Markt auf dem Platz in Lomo de Riego ausgerichtet. Unter den vielen Gegenständen sind Sammlerstücke, Möbel, Bilder, Gemälde, Kleidung, Schuhe, Uhren, Glas und sogar Haushaltsgeräte zu finden.

La Palma – Puntagorda Straßenmarkt: Garantiert ökologisch

Nicht viele Märkte bieten preisgekrönte Produkte mit ökologischer Zertifizierung. Beim Puntagorda Markt, im Norden der Insel, ist dies der Fall. Er ist bemerkenswert in Bezug auf seine Nachhaltigkeit, da er ein Mitglied des “Club des Touristischen Produkts Spanische Biosphärenreservate” ist. Seine vierzig Stände bieten Käse, Wein, die berühmten Makronen und andere landwirtschaftliche und handwerkliche Waren mit Umweltzertifizierung an. Der Standort überrascht dank seiner außergewöhnlichen Lage am Wald El Fayal, einer wunderschönen natürlichen Umgebung mit Tischen, Feuerstellen zum Kochen und einem Kinderspielbereich.

El Hierro – Frontera Straßenmarkt: Waren aus Spanischem Wacholderholz und musikalische Darbietungen

Auf der kleinsten Insel der Kanaren findet jeden Sonntag ein Markt statt, der eine große Auswahl an qualitativ hochwertigen landwirtschaftlichen Produkten und kulturellen Veranstaltungen im beeindruckenden El Golfo Tal bietet, das sich im zentral-nördlichen Teil von El Hierro befindet. Die 25 Stände präsentieren eine große Auswahl an Kunsthandwerk, Korbwaren, Textilien, Pflanzen, Blumen und Konditorwaren. Die dauerhaften Stände teilen sich den Platz mit Workshops zum Gärtnern ebenso wie mit Puppentheater, Pantomime-Darstellungen und musikalischen Darbietungen für die ganze Familie. Einzigartig wird das Angebot dank der beliebten Kochutensilien aus spanischem Wacholderholz.

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Lanzarote für Feinschmecker und Genießer: Lava-Grill, Salzblüte und Biosphären-Wein

Wer hätte das gedacht: Der sonnigen Kanareninsel Lanzarote verdanken wir zahlreiche Köstlichkeiten für Genießer. Auf dem fruchtbaren Vulkanboden gedeihen Weine von besonderer Qualität, Fleisch stammt vorwiegend aus Freilandhaltung, Käse wird in Handarbeit hergestellt. Der Atlantik rundherum ergänzt das Angebot um edles Flor de Sal, fangfrischen Fisch und Meeresfrüchte. Urlauber können die lokalen Spezialitäten nicht nur in Bars, Bodegas und Restaurants genießen, sondern auch deren Entstehung mitverfolgen: Direkt bei den Produzenten, aber auch im Rahmen von Foodfestivals, Weinseminaren und Kochkursen wird Interessierten die Entwicklung der Rohstoffe vom Ursprung bis zur Veredelung nähergebracht. www.turismolanzarote.com

Fantasievoller Weinanbau ohne Maschinen

Die vier lanzarotinischen Weinanbaugebiete La Geria, San Bartolomé/Tías, Tinajo und Yé-Haría befinden sich auf extrem fruchtbarer Erde aus meterdicker Vulkanasche, Lapilli genannt. Da es nur selten regnet, haben die Bauern eine besondere Technik entwickelt, um auch geringste Mengen Wasser zu konservieren: Sie setzen die Rebstöcke in bis zu drei Meter tiefe Einzelkrater, von Mauern geschützt vor Passatwinden und Austrocknung. Nachts saugen die von der Sonne aufgeheizten Gesteinsschichten die Feuchtigkeit aus der Luft auf und speichern so jeden einzelnen Tropfen. Die Anordnung der Reben macht das Einsetzen technischer Hilfsmittel unmöglich, die Weinherstellung erfolgt ausschließlich manuell. Entsprechend hoch ist die Qualität von Sorten wie Malvasia, Moscatel Burrablanca und Diego (weiß) oder Listán Negro und Negramoll (rot). Vinophile können sich von den hervorragenden Resultaten nicht nur bei Degustationen überzeugen, sondern auch Führungen durch namhafte Bodegas wie „Martinón“, „Los Bermejos“ oder „Stratvs“ unternehmen. Letztere hat für ihren Dessertwein 2012 die Auszeichnung „bester Muskateller der Welt“ erhalten. Das älteste Weingut der Kanaren, „El Grifo“ in San Bartolomé, ist seit 1775 in Familienbesitz und beherbergt darüber hinaus ein Weinmuseum. www.dolanzarote.com

Tanzende Kühe und Käser für einen Tag

Große industrielle Landwirtschaft ist auf Lanzarote glücklicherweise Mangelware. So erfolgt Viehzucht lediglich in kleinen Strukturen mit viel Raum für jedes einzelne Tier – egal ob Ziege, Schaf, Kuh, Schwein oder Kaninchen. Das Ergebnis sind Fleisch- und Milchprodukte von bester Qualität. Einer der Vorzeigebetriebe ist die „Finca de Uga“. Vorrang haben für Käsemeister Don Francisco Fabelo Marrero Komfort und Wohlbefinden seiner Schützlinge: So läuft etwa den ganzen Tag Musik im Stall. Wichtig ist ihm aber auch das Endergebnis. Die bunte Vielfalt reicht von Frischkäse über eine Mischung von Ziegen- und Schafsmilch bis hin zu Schimmelkäse. Zahlreiche Auszeichnungen zeugen von Hingabe und Engagement der Hersteller. Der Käse wird im Geschäft der „Bodega Stratvs“ verkauft. Weitere Käsereien, die man besuchen kann, inklusive Führungen: „Quesería Montaña Blanca“, „Quesería El Faro“, „Quesería Rubicón“ und „Flor de Teguise“. www.agrolanzarote.com

Blüten aus weißem Gold in einzigartiger Landschaft

Bereits 1895 begann Vicente Lleó Benlliure mit dem Bau der Salinen von Janubio an der Südwestküste Lanzarotes. Seitdem ist die größte Salzgewinnungsanlage der Kanaren in Familienbesitz. Benötigt wurde das „weiße Gold“ vor allem für die Pökel- und Fischkonserven-Industrie sowie die Vermarktung von Salzlake für die Konservierung von Fisch an Bord der Schiffe. Aufgrund des Rückgangs der Fischerei, der neuen Kältetechniken und der ausländischen Konkurrenz im Salzgeschäft musste die Produktion massiv reduziert werden. Trotz allem bemüht sich Familie Padrón Lleó nach wie vor, die jahrhundertealte Tradition sowie die damit verbundenen Arbeitsplätze zu erhalten: durch den Abbau von natürlichem, ökologischen Meersalz aus dem Atlantik ohne Konservierungsmittel oder Zusatzstoffe. Die Salinas de Janubio haben sich mittlerweile zu einer einzigartigen Naturlandschaft und einem Ökosystem mit halophiler, also salzliebender, Vegetation entwickelt. Außerdem nutzen Wiedehopf und Wüstengimpel sie als Brutgebiet. Meersalz und seit 2012 ganz neu Flor de Sal, die edle Salzblüte, gibt es zu kaufen in der „Bodega de Sal“ direkt bei den Salinen. www.salinasdejanubio.com

[contentblock id=69 img=html_right.png]Grill-Spektakel mit Vulkanfeuer

Am heißesten Punkt des Timanfaya-Nationalparks mit seinen Feuerbergen gelegen, bietet das Restaurant „El Diablo“ seinen Besuchern ein Koch-Event der Extraklasse: Alle angebotenen Speisen wie Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte werden auf einem echten Vulkanofen gegrillt. Genau genommen handelt es sich dabei um ein sechs Meter tiefes Loch mit darüber gebautem Rost. Dort werden Temperaturen von bis zu 400 Grad nur mithilfe der Hitze aus den Tiefen der Erde erreicht. Den Eingang zum Lokal markiert César Manriques Eisenskulptur „Feuerteufelchen“. Der berühmte Insel-Künstler hat auch die Architektur des Hauses entworfen, einen Rundbau aus Lavagestein mit riesigen, verglasten Panoramafenstern. Sie bieten sensationelle Aussichten auf die Mondlandschaft des Nationalparks. www.centrosturisticos.com

Runzelkartoffeln, Kanarenspargel, frischer Fisch

Die Küche auf Lanzarote hält zahlreiche Überraschungen bereit: So ist die Kanareninsel etwa ein beliebtes Anbaugebiet für grünen und weißen Spargel, der jeweils im Juni/August und Dezember/Januar geerntet wird. Weitere Gemüsesorten, die auf Lanzarote prächtig gedeihen und meist in schmackhaften Eintöpfen weiterverarbeitet werden, sind Zucchini, Kürbis, Zwiebeln, Erbsen, Mais, Tomaten und Kartoffeln, aus denen die typischen papas arrugadas hergestellt werden: Runzelkartoffeln mit Meersalz-Kruste. Sie sind aus der lanzarotinischen Küche nicht wegzudenken und werden stets mit einer der beiden Soßen mojo rojo aus roter Paprika und Chili sowie mojo verde aus Petersilie, Knoblauch und Olivenöl gereicht. Dazu schmeckt besonders gut Kaninchen (conejo), Lamm (borrego oder cordero) oder Zicklein (cabrito) aus dem Ofen. Ebenso frischer Fisch, entweder a la plancha (gegrillt) oder in einer dicken Salzkruste. Zu den beliebtesten Sorten zählen Tunfisch (atún, bonito), Dorade (dorada), Sardellen (boquerones), Seehecht (merluza) und die besondere Spezialität Papageifisch (vieja). Da Meeresfrüchte in den Restaurants oft gefroren eingekauft werden, empfiehlt sich die Nachfrage, ob Gambas, Garnelen oder Muscheln wirklich frisch sind und aus der Umgebung stammen. www.turismolanzarote.com/de/gastronomia-lanzarote

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Ein Blick hinter die Kulissen der Vulkaninsel Lanzarote: Viel mehr als Meer

Lanzarote-Liebhaber schwören auf den schroffen Charme der Vulkaninsel mit ihren zerklüfteten Küsten und den berühmten dunkelsandigen Stränden. Dabei ist die „schwarze Perle“, wie die Kanareninsel häufig genannt wird, viel facettenreicher. Sportlern bieten sich Aktivitäten zu Lande und zu Wasser. Und wen die Landschaft nicht zu kreativer Betätigung inspiriert, der lässt sich von César Manriques Werk die Verbindung von Kunst und Natur näherbringen. Auch Mondlandschaft und Weinanbau sind auf Lanzarote kein Widerspruch.

Die Küste: schwarz, weiß, gold, von mild bis wild

Mehr als 60 Strände säumen die Küsten Lanzarotes: Die berühmten „schwarzen Strände“ befinden sich beispielsweise bei El Golfo im Südwesten der Insel. Die Gegend um den Urlaubsort Puerto del Carmen ist vor allem für ihre goldgelben Strände bekannt. Und am südlichen Zipfel der Insel – entlang der Playas de Papagayo – laden windgeschützte Buchten mit weißem Sand und kristallklarem Wasser zum Baden und Schnorcheln ein. Im Norden hingegen zeigt sich Lanzarote von seiner raueren Seite: Hier bricht sich die See streckenweise an hoch aufragenden Klippen. Das ursprüngliche Fischerhandwerk erleben Gäste im Küstenort Órzola: Traditionelle Kutter werden bei der Einfahrt in den kleinen Hafen von Möwen begleitet. Den Fang probiert man am besten in einem der Fisch-Restaurants an der Promenade.

Lanzarote für Sportler

Sportler sind auf der Atlantikinsel in ihrem Element – sowohl an Land als auch im, auf oder unter Wasser. Schließlich versteht sich die Insel als European Sports Destination. Von November bis März heißt es unter Surfern „Hang Loose“. Besonders der Norden und der Westen der Insel sind bei ihnen beliebt. Die Playa de Famara und die Strände beim Küstenort El Golfo gelten als Hotspots der Szene. Aber auch unter Wasser wird einiges geboten: Taucher erkunden Vulkanschächte, schwarze Riffe, Felsenhöhlen und Schiffswracks. Wer festen Boden unter den Füßen bevorzugt, wandert zu Fuß oder mit Kamelen über die Feuerberge im Timanfaya-Nationalpark. Nur ein paar Kilometer östlich lässt sich die ebene und fast autofreie Region wunderbar mit dem Bike erkunden.

[contentblock id=69 img=html_right.png]Natur und Kultur im Einklang

Die UNESCO ernannte Lanzarote 1993 zum Biosphären-Reservat. Das liegt nicht nur an den 13 Naturschutzgebieten, sondern auch an den endemischen Pflanzen und Tieren. Die Kanaren-Margerite „Margarita de Famara“ oder die Haría-Eidechse „Lagarto de Haría“ kommen nur hier vor. Die Weite der Landschaft, die Nuancen der Erdtöne, die eigentümlichen Formen des Vulkangesteins und das Licht inspirierten zahlreiche Künstler. Der bekannteste Maler und Architekt der Insel, César Manrique, integrierte die Natur in seine abstrakte Kunst. Beispielsweise in den Höhlen Jameos del Agua: Von schwarzem Lava-Gestein umgeben, leuchtet der türkis schimmernde Pool, in der unterirdischen Felsengrotte befindet sich ein Konzertsaal. Als Denkmalschützer setzte er sich für den Erhalt der ursprünglichen Bauweise ein. So bestimmen auch weiterhin weiß getünchte Häuser mit nur wenigen Stockwerken das Bild der Insel. In Arrecife renovierte Manrique die Burg Castillo de San José: Hinter wehrhaften Mauern richtete er das Museum für zeitgenössische Kunst ein. Hier bewundern Besucher vor allem Werke kanarischer und spanischer Künstler, darunter auch Picasso und Miró.

Edler Tropfen in karger Landschaft

Lanzarote ist geprägt von bizarrer Lava-Landschaft und zackigen Hügeln. Wer denkt da schon an Weinanbau? Die Landwirte in der Region La Geria zum Beispiel. Durch die einzigartige Anbaumethode wachsen dort selbst auf kargem Boden solch zarte Pflänzchen. Dabei werden die Reben in Mulden gepflanzt, in denen sich Feuchtigkeit sammelt. Um sie vor Wind zu schützen, errichten die Weinbauern kleine Mauern aus Stein. Die Winzer bieten ihre Erzeugnisse in etwa 20 Bodegas entlang der 15 Kilometer langen Weinstraße zur Verkostung an. Aufgrund des Kontrasts aus schwarzem Lava-Gestein und hellgrünen Rebstöcken zeichnete das New Yorker Museum of Modern Art die Landschaft als Naturkunstwerk aus.

Lanzarote ist die östlichste der Kanarischen Inseln. Ihre Gesamtfläche beträgt 862 Quadratkilometer. Sie befindet sich 1.000 Kilometer von der iberischen Halbinsel und 130 Kilometer von der afrikanischen Küste entfernt. Rund 100.000 Einwohner leben auf Lanzarote, die drei größten Tourismuszentren sind Puerto del Carmen, Costa Teguise und Playa Blanca.

Weitere Informationen unter www.turismolanzarote.com

AHM

Familienhotel auf Lanzarote: PlayStation und Babyfon inklusive

Mit dem Aparthotel Pueblo Marinero verzeichnet ITS auf Lanzarote einen idealen Neuzugang für Familien. Das 3-Sterne-Hotel liegt im ehemaligen Fischerort Playa Blanca, der an Lanzarotes Südküste auf Fuerteventura und die Insel Los Lobos blickt. Unterkünfte und Services sind auf Familienbedürfnisse zugeschnitten: Familienappartements haben Platz für bis zu fünf Personen und sorgen mit Klimaanlage, Flatscreen-TV, PlayStation, Flaschenwärmer und Babyfon für Rundumwohlfühlservice.

Lanzarote und das „wohlklingende Kamelchen“

Auf Lanzarote spielen Musik und Tradition eine wichtige Rolle. Museen und einheimische Künstler tragen dazu bei, dass die Kultur der Insel weiterlebt. So eröffnete vor kurzem ein Museum zu Ehren der Timple, dem berühmtesten Musikinstrument der Kanaren. Die kleine Gitarre mit Höcker fehlt in der hiesigen Volksmusik fast nie. Die Lanzaroteños bezeichnen die Timple liebevoll als „wohlklingendes Kamelchen“. Musiker wie Benito Cabrera machen sie auch außerhalb der Inselgruppe populär.