Advent & Weihnachtsmärkte

Weihnachtsmärkte im Erzgebirge

Mit Blick auf den ersten Advent ist die Vorfreude im Erzgebirge überall spürbar. Die Weihnachtsmärkte sind vorbereitet, Plätzchen & Stollenbäcker sind fleißig am Werk und alles wird liebevoll dekoriert. Ab dem 1. Advent drehen sich die Pyramiden wieder, die Schwibbögen sowie Bergmann- & Engel schmücken die Fenster und lassen das gesamte Erzgebirge in einem warmen Lichterglanz erstrahlen. Die Bergmannsvereine rüsten sich für die vielen Termine der Bergparaden, die Chöre und Orchester stimmen sich musikalisch auf die schönste Zeit des Jahres ein. Kaum ein anderer Landstrich ist für seine weihnachtlichen Rituale so bekannt wie das Erzgebirge. Rund 500 weihnachtliche Veranstaltungen machen die Region zum „Weihnachtsland“ schlechthin.

Heimat der Traditionen
Feierliche Klänge begleiten in diesen Tagen die Bergmänner in ihren prächtigen Trachten durch die Städte & Orte. Bei diesen imposanten Bergparaden ahnt der Betrachter, welch wertvolle Arbeit die Bergleute einst verrichteten. Ein besonderes Erlebnis ist die „Freiberger Weihnacht“, eine Aufführung des Krippenspiels in bergmännischer Tradition am 14. und 16. Dezember 2018 in der Nikolaikirche Freiberg. Die große Bergparade in Annaberg- Buchholz (23. Dezember 2018) ist mit über 1000 Trachtenträgern der krönende Abschluss. Den Glanzpunkt bildet das gewaltige Bergkonzert an der St. Annen- Kirche.

Auch die Historische Mettenschicht, die letzte unter Tage gefahrene Schicht vor Weihnachten zum Beispiel im den Zinnkammern Pöhla, ist ein festliches und ergreifendes Erlebnis. Gefeiert wird mit zünftiger Bergmannsmusik, Speckfettbroten und Glühwein. Mit der Schmalspurbahn zur Mettenschicht anreisen, das gibt es nur im Preßnitztal. Das ist eine der Besonderheiten der “Öffentlichen Mettenschicht” am Andreas-Gegentrum-Stolln in Jöhstadt (08. Dezember 2018).

Die Bergmännische Krippe in der Bergkirche St. Marien sollte man sich bei einem Besuch in Annaberg- Buchholz nicht entgehen lassen! Die Krippe ist ein einzigartiges Meisterwerk der Holzbildhauerkunst. Zum traditionellen Bergmannsadvent (am 9. Dezember 2018) werden in der St. Annenkirche die neuen Figuren des Annaberger Krippenweges der Öffentlichkeit präsentiert.

Heimat der Engel
Bergmann und Engel zählen zu den bekanntesten Symbolfiguren des Erzgebirges, die seither unter den geschickten Händen der Spielzeugmacher und Kunsthandwerker in phantasievollen Varianten entstanden sind. Am ersten Adventswochenende (1. & 2. Dezember 2018) öffnet das traditionsreiche Familienunternehmen Wendt & Kühn in Grünhainichen seine Werkstatt-Türen. Bei den vorweihnachtlichen Schautagen kann man einen Blick hinter die Kulissen der handwerklichen Fertigung von klangvollen Spieldosen, Margeriten-Engeln und den berühmten Elf-Punkte-Engeln werfen.

Schätze mit Geschichte zeigt das „Depot Pohl-Ströher“ in Gelenau in seiner jährlichen Weihnachtsschau. Vom 30. November 2018 bis zum 27. Januar 2019 tummeln sich erzgebirgische Volkskunst, darunter eine einmalige Sammlung an Pyramiden und Deckenleuchtern, sowie große mechanische Heimat- und Weihnachtsberge.

Traumhaft ist die Präsentation im Erlebnismuseum „Manufaktur der Träume” im Herzen der Annaberger Altstadt. Die imposante Vielfalt erzgebirgischer Figuren – von Engeln und Bergmännern über Nussknacker und Massefiguren bis zu wunderbaren Spielsachen – entführt ins Land der Fantasie. Zum Staunen kommen Besucher in der dritten Etage des Museums. Die prächtigen und vielgestaltigen erzgebirgischen Pyramiden, Leuchter, Deckenspinnen und Lichterfiguren erlebt man umrahmt von einer weihnachtlichen Geräuschkulisse im sanften Schein und von himmlischen Chören begleitet.

Am 01. Dezember 2018 wird die neue WICHTELSTADT auf dem Weihnachtsmarkt in Annaberg- Buchholz präsentiert. Beim Blick durch deren Fenster kann man in 24 Miniatur- Lehrwerkstätten schauen und die fleißigen Helfer des Weihnachtsmannes bewundern.



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Heimat der Düfte
Das leckere Aroma gebrannter Mandeln mischt sich mit dem urigen Duft von Räucherkerzen. Die exakte Zusammensetzung der erzgebirgischen Räucherkerzen ist bis heute ein Geheimnis. Ob Weihrauch, Tanne, Orange oder Sandel – jeder Räucherkerzen-Hersteller hütet seine Rezeptur. Gleichwohl sind die Zutaten der Duftkegel bekannt: hochwertiger Holzkohlestaub, Sandelholz- und Rotbuchenmehl, Bindemittel und Duftstoffe aus Kräutern, Harzen, Blüten, Wurzeln oder ätherischen Ölen. Besucher entdecken die Geheimnisse des typischen Weihnachtsduftes am besten selbst: im Räucherkerzenland Crottendorf sowie in Schauwerkstatt “Zum Weihrichkarzl” in Neudorf. Die jeweiligen Angebote sind natürlich auch außerhalb der Weihnachtszeit immer einen Besuch wert.

Schaut man zu Heiligabend auf die Tische der Erzgebirger, findet man verschiedene traditionelle Gerichte, so zum Beispiel das „Neunerlei.“ Seine neun Bestandteile, die je nach Ort oder Familie variieren können, sind mit Wünschen für das neue Jahr verbunden. Viele Gaststätten laden zu Neunerlei – Essen im gemütlichen Ambiente ein.

Auch der Christstollen gehört zur Weihnachtszeit dazu, er symbolisiert das in weiße Tücher gewickelte Christkind. Der Kuchen war in den ärmeren Zeiten eine gehaltvolle Nascherei und ist auch heute noch ein leckerer Weihnachtsgenuss. Jeder Bäckermeister nutzt natürlich seine eigene, streng geheime Rezeptur. Der Erzgebirgische Stollenverband wacht mit der Vergabe eines Gütesiegels über die Qualität der Stollen.

Tipp: Der Erzgebirgische Stollentag am 02. Dezember 2018 in Annaberg- Buchholz. Etwa 50 Bäckereien präsentieren im Haus des Gastes “ERZHAMMER” ihre leckeren Kreationen und wetteifern dabei um DLG-Gold, -Silber oder -Bronze.

Heimat der Lichter
Warmes, weißes Leuchten verwandelt das Erzgebirge mit Beginn der Adventszeit in eine traumhafte Kulisse. Der Ursprung dieses heute sehenswerten erzgebirgischen Lichtermeeres liegt in der Tradition des Bergbaus, im Glauben an Gott und in der Sehnsucht des Menschen nach dem Licht. Der Schwibbogen ist ein typisches Symbol dieser verwurzelten Sehnsucht. Gäste erleben das festlich geschmückte Erzgebirge, zum Beispiel bei einer Lichterfahrt auf einer der Schmalspurbahnen. Die Weißeritztalbahn (zwischen Freital – Kipsdorf), die Preßnitztalbahn (zwischen Jöhstadt – Steinbach), die Fichtelbergbahn (zwischen Cranzahl – Oberwiesenthal) oder die Museumsbahn Schönheide laden zu gemütlichen Fahrten ein.

In der Advents- und Weihnachtszeit werden die Besucher vielerorts von imposanten Freilandpyramiden begrüßt. Die Krauß-Pyramide in Schwarzenberg zählt zu den ältesten Großpyramiden ihrer Art. Diese wird am 01.Dezember um 17:30 Uhr feierlich angeschoben und dreht sich bis Hochneujahr.
(lifePR)

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