Wiener Gastronomie – Tipps für jeden Apettit

Ein luxuriöses Grill-Restaurant, eine neue Weinbar und ein Genuss-Fiaker gehören zu den neuen kulinarischen Angeboten in Wien. Der deutsche Starkoch Juan Amador hat Mitte März 2017 in Wien sein zweites Restaurant eröffnet. Kitch Grill & Bar by Juan Amador im 1. Bezirk ist, wie der Name schon vermuten lässt, ein luxuriöses Grill-Restaurant mit Fokus auf hochwertigen Fleischgerichten. Vor einem Jahr hatte Amador im 19. Bezirk mit Amador’s Wirtshaus & Greißlerei sein erstes Restaurant in Wien aufgesperrt, das vom Guide Michelin bereits 2017 mit 2 Sternen bewertet wurde.

Eine neue Wiener Gourmet-Adresse gibt es im 3. Bezirk, für die sich zwei Gastro-Profis zusammengefunden haben. Der Wiener Spitzenkoch Peter Zinter und Robert Brandhofer, Betreiber des Pub Klemo, offerieren mit Heunisch & Erben ambitionierte Restaurantküche und eine Weinbar mit entspannter Atmosphäre. Für das neue Roots im 5. Bezirk haben sich ebenfalls drei Brancheninsider gefunden, die zuvor im mit einem Michelin-Stern dekorierten Restaurant Konstantin Filippou werkten. Im kleinen, hübschen Lokal wird ausgezeichnete Küche mit starkem Regionalbezug serviert: Der Salat kommt vom Wiener Gärtner, das Gemüse vom eigenen Bauernhof, auf der umfangreichen Weinkarte sind viele Kreszenzen von den östlichen Nachbarländern wie Tschechien oder der Slowakei zu finden.

Auf ein ungewöhnliches Angebot setzt das neue Lokal Zur flotten Charlotte im 7. Bezirk. Es ist laut seinem Betreiber Andreas Flatscher „Wiens erster überdachter Currywurst-, Bier- und Schaumwein-Imbiss“, eine Kombination aus Bierlokal, Bar und Imbiss mit diversen Wurstspezialitäten. Am beliebten Brunnenmarkt im 16. Bezirk hat sich das neue Wirtshaus Völlerei in einem einstigen Kaffeehaus angesiedelt. Geboten werden Klassiker mit modernem Touch und wechselnde Tagesgerichte.

Das Café im Kunsthistorischen Museum Wien präsentiert sich frisch renoviert und lädt zu kulinarischen Pausen vor, nach oder zwischen dem Kunstgenuss ein. Erhöhte Sitzgelegenheiten an der Fensterfront bieten nun einen fantastischen Ausblick auf den Maria-Theresien-Platz. Mit Riding Dinnergibt es seit kurzem ein typisch Wienerisches und doch sehr ungewöhnliches Angebot. Erstmals können Speisen und Getränke während einer Fiaker-Sightseeing-Fahrt durch Wien genossen werden. Ein speziell konstruierter Tisch sorgt dafür, dass nichts verschüttet wird. Der „Genuss-Fiaker“ hält z. B. beim Schwarzen Kameel, wo Beinschinken mit Kren in die Kutsche serviert wird, oder beim Café Landtmann, das zum Dessert einen Apfelstrudel beisteuert.

Das hochwertige Gastronomieangebot Wiens spiegelt sich auch in der jüngsten Ausgabe des Guide Michelin „Main Cities of Europe“ wider. 2017 sind dort vier Wiener Restaurants mit zwei Sternen und sechs Restaurants mit einem Stern gelistet. Mit zwei Guide-Michelin-Sternen wurden Steirereck im Stadtpark, Silvio Nickol Gourmet-Restaurant im Palais Coburg, Mraz & Sohn und Amador’s Wirtshaus & Greißlerei bewertet. Die Wiener Restaurants Walter Bauer, Edvard (Palais Hansen Kempinski Vienna), Konstantin Filippou, Le Ciel by Toni Mörwald (Grand Hotel Wien), Opus (Hotel Imperial) und Tian wurden 2017 von Guide Michelin mit einem Stern ausgezeichnet.

wien.info

Grüne Soße Tag – Frankfurt isst Weltrekord

Frankfurt hat ein Herz für seine traditionelle Küche, ob herzhafte Frankfurter Würstchen, deftiger Handkäs, süßer Frankfurter Kranz oder frische Grüne Soße. Mit einem Tag zu eben jener Grünen Soße am 22. Juni 2017 versucht sich Frankfurt jetzt mit einem Weltrekord: im Grüne-Soße-Essen. Jeder Esser ist willkommen und jeder, ob Frankfurter, Pendler oder Besucher kann dabei sein.

Sieben aromatische Kräuter gehören in die traditionelle Frankfurter Grüne Soße: Petersilie, Schnittlauch, Kerbel, Kresse, Pimpinelle, Sauerampfer und Borretsch. Am 22. Juni 2017 wird sich in Frankfurt am Main alles um diese Kräuter und die Grie Soß (Frankfurterisch für Grüne Soße) drehen. An diesem Tag feiert Frankfurt sich und sein Kultgericht. Die beliebte Spezialität steht nämlich für die Frankfurter für Heimat und Tradition. Ob in der Kantine der Firma, an prominenten Plätzen in der Innenstadt, in Schulen, KiTas und Seniorenheimen oder in einem der unzähligen Restaurants und Apfelweinkneipen der Stadt – ganz Frankfurt stellt einen Weltrekord im Grüne-Soße-Essen auf und auch Gäste der Stadt können mitmachen und zum Rekord beitragen.

Auf einer interaktiven Karte unter www.gruene-sosse-tag.com werden zum Grüne Soße Tag alle teilnehmenden Restaurants dargestellt, sodass Frankfurter wie Touristen ganz einfach ihre Lieblingslocation für das Rekordessen finden können. Noch einfacher ist es für die Gäste Frankfurts natürlich, wenn sie direkt im Hotelrestaurant ihre Grüne Soße genießen, denn das Grandhotel Hessischer Hof, das Steigenberger Airport Hotel und viele andere Hotels gehören zu den Unterstützern des Rekordversuchs. Mit in den Himmel über Frankfurt nimmt die Lufthansa an diesem Tag nicht nur ihre Passagiere, sondern auch jede Menge Grüne Soße. Auf allen Interkontinentalflügen Richtung Nord- und Südamerika steht am 22. Juni Grüne Soße in den Trolleys für das On-board-Catering. Die Deutsche Bahn bringt als Mobilitätspartner nicht nur Pendler und Ausflügler in die Stadt, sondern an diesem Tag hoffentlich jede Menge Weltrekordler. Sie beteiligt sich auch mit ihrer DB Gastronomie am Grüne Soße Tag und bietet in ihren acht Casinos in Frankfurt spezielle Gerichte an. Gleichzeitig werden die Mitarbeiter – allein in Frankfurt rund 15.000 – zum Mitmachen aufgerufen. Für Besucher der Stadt besteht somit direkt im Frankfurter Hauptbahnhof die Möglichkeit, im Casino am Gleis 24 eine Grüne Soße-Portion zu ordern.

Frankfurter Grüne Soße

Die Grüne Soße besteht aus sieben Kräutern: Petersilie, Schnittlauch, Kerbel, Kresse, Pimpinelle, Sauerampfer und Borretsch. In Frankfurt und Umgebung kann man die Kräuter im Paket kaufen, das Rezept steht auf der Packung. Als klassische Beilage reicht man Kartoffeln und ein lecker Ebbelwei passt als Begleitung ganz hervorragend.

Seit März 2016 steht die Grüne Soße EU-weit unter besonderem Schutz. Laut Verordnung müssen die Zutaten aus Frankfurt oder angrenzenden Kommunen stammen und mit der Hand zu einem Gebinde verarbeitet werden.

T+C

Schokoladenfestival 2016 in Umbrien: #ConChi? – mit wem teilst DU Deine Schokolade?

Die „Eurochocolate“, das jährliche Schokoladenfestival in Perugia, ist das größte in ganz Europa. Jährlich strömt rund eine Million Besucher aus Europa, Asien und den USA in das grüne Herz Italiens. Allein 2015 konnten die Aussteller 145 Tonnen an Schokoladenprodukten verkaufen und die Auswahl ist riesig: Die Aussteller kommen aus 15 Ländern, 100 Unternehmen haben 6.000 unterschiedliche Produkte im Angebot. Neben normalen Riegeln und Tafeln gibt es zum Beispiel auch Schokoschnaps oder Schokodöner. Dieses Jahr findet das beliebte Schokoladenfest vom 14. bis 23. Oktober 2016 statt und steht ganz im Zeichen des Teilens.

Eurochocolate 2016: Hashtag für geteilte Schokoladenfreude

Nachdem letztes Jahr der „Schokobart“ das Symbol des Festivals war, ist es dieses Jahr das Hashtag #ConChi? – mit wem genießt DU Deine Schokolade? Es geht dieses Jahr ums Teilen, aber nicht nur von Süßigkeiten. Stichwort: „Sharing Community“. Das Festival entert mit viel „teilenswerten“ Events auch das Herz der Generation Social Media. So gibt es beispielsweise einen riesigen Selfiestick aus Schokolade: Zehn Meter lang, kreiert aus 6.000 Kilo Schokolade. Dieser kann tatsächlich von den Festivalbesuchern genutzt werden, um ein unvergessliches Schoko-Selfie zu knipsen. Außerdem bewirbt das Festival das umweltfreundliche Carsharing und Couchsurfing – Übernachten bei Fremden, die zu Freunden werden. Es geht auch um die Nachhaltigkeit: Ein eigener Bereich des Festivals dreht sich um die Herkunft des Kakao, Herkunftsländer und Organisationen wie „Fairtrade Italia“ stellen sich vor.

Eine umbrische Stadt ganz im Zeichen der Kakaospezialität

Lokales Highlight sind die „Baci“ (Küsse) von der berühmten Schokoladenmanufaktur in Perugia. Die Mitgründerin von „Perugina Chocolates“, Luisa Spagnoli, wollte zum Valentinstag 1922 etwas Besonderes für ihren Liebsten herstellen. Zunächst hießen die dabei entstandenen Küsse „Cazzotto“ (Faust) und wurden erst später umbenannt. Das Rezept ist Schokoladenliebe pur: außen dunkle Schokolade, innen eine Creme aus Schokolade und Haselnuss, dekoriert mit Haselnusssplittern und einer ganzen Haselnuss. Romantisches Extra ist die Verpackung eines jeden „Bacio“, die eine Nachricht rund um Liebe und Freundschaft enthält.

Selbst Hotels wie das Etruscan Chocohotel, Straßen und Plätze (z.B. der „Piazza del Bacio“ in der Nähe des Hauptbahnhofs) sind nach Schokolade benannt: Es ist das einzige Hotel der Welt, welches sich der süßen Köstlichkeit gewidmet hat. Liebhaber der Süßigkeit nächtigen zum Beispiel in der „Choco Sweet Suite“ im Chocohotel: In jedem Winkel der Suite finden sich die süßen Leckereien, die vor Ort verzerrt oder mitgenommen werden dürfen. Abgerundet wird der Aufenthalt mit einem Schokofrühstück.

Mehr Informationen zum Festival unter www.eurochocolate.com und www.umbriatourism.it/de

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Von Blütenstaub, Mehl und alten Familienrezepten – wie entstehen Südtiroler Qualitätsprodukte?

Seit mehr als zehn Jahren bürgt das Qualitätszeichen „Qualität Südtirol“ für landwirtschaftliche Produkte und Lebensmittel aus Südtirol: Als Erkennungsmerkmal für den Verbraucher werden ausschließlich Produkte, die in Südtirol hergestellt werden und ein deutlich höheres Qualitätsniveau vorweisen, mit diesem Kennzeichen versehen. Die Reihe an Produkten reicht von Honig über Brot bis zu Speck.

Fleißige Bienen in 6000 Bienenvölkern

Die nördlichste Region Italiens ist landwirtschaftlich imposant. Die vielfältige Pflanzenwelt bietet ideale Voraussetzungen für die Honigbiene, deren Bienenstöcke sowohl im Tal als auch auf den Südtiroler Almen stehen können. Das schlägt sich in Farbe und Geschmack ihres Honigs nieder. In Südtirol gibt es insgesamt 6.000 Bienenvölker, die von 150 Imkern betreut werden und jährlich rund 90.000 Kilogramm Honig mit Qualitätszeichen herstellen. Der Südtiroler Honig zeichnet sich insbesondere durch einen niedrigen Wassergehalt aus, was ihn zu einer sehr konzentrierten und geschmacksintensiven Sorte werden lässt.

Der Imker Georg Eller machte seine Leidenschaft vor über 25 Jahren zum Beruf. Auf seinem Platterhof in Marling in der Umgebung von Meran werden die Bienen artgerecht und in naturbelassenen Holzmagazinen gehalten. Das garantiert einen sauberen und unbelasteten Honig. Neben Marling hat die Imkerei noch weitere Standorte in ganz Südtirol und kann so eine große Bandbreite an verschiedenen geschmackvollen Honigsorten vorweisen.

Ausflugstipp: Das Bienenmuseum im Platterhof am Ritten, dem Hochplateau oberhalb von Bozen, zeigt eine Sammlung historischer Imkergeräte sowie Filme über Bienenzucht und Bienenforschung. Das Museum ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Kinder zwischen 6 und 12 Jahren zahlen 3 Euro, Erwachsene 6 Euro und Familien 12 Euro. Eine Führung ist inklusive.

Wissenswertes: Honig ist – verglichen mit Traubenzucker – ein effektiver Energielieferant. Denn Honig enthält Mehrfachzucker, der nach der Nahrungsaufnahme schrittweise ins Blut übergeht und somit über Stunden positiv wirkt. Honig kann auch als Erste-Hilfe-Mittel dienen: Die im Honig enthaltene Aminosäure Tryptophan wird im Körper in den wichtigen Botenstoff Serotonin umgewandelt, welches zum Beispiel Kopfschmerzen lindern und die Stimmung aufhellen soll.

[contentblock id=39 img=html_left.png]Kneten, Formen, Backen

Trägt ein Brot das Zeichen „Qualität Südtirol“, besteht es zu 60 % aus Südtiroler Zutaten und das verwendete Mehl aus mindestens 75 % Südtiroler Getreide. Die seit Jahrhunderten überlieferten Rezepturen und traditionellen Herstellungsverfahren machen die landestypischen Brotsorten so besonders. Dabei hat jeder Bäcker seine Rezepturen individualisiert. Die gleiche Brotsorte von unterschiedlichen Bäckereien kann daher auch unterschiedlich schmecken.

Andreas Pilser aus Kortsch im Vinschgau ist seit 50 Jahren Bäckermeister. Sein Brot backt er noch auf traditionelle Weise und ganz ohne chemische Backhilfsmittel. Das unterscheidet ihn von größeren Bäckereien. Seine Spezialität sind die Vinschger Paarlen, die traditionell aus Roggen- und Weizenmehl bestehen. Den Roggen dafür baut Pilser auf etwa drei Hektar selbst an. So wurde der Getreideanbau neben dem Backen seine große Leidenschaft.

Ausflugstipp: Vom 30. September bis 2. Oktober findet auf dem Domplatz in Brixen im Eisacktal der Brot- und Strudelmarkt statt. Neben einem historischen Parcours mit alten Gerätschaften und dem feierlichen Einzug der Bäcker in den Dom am Erntedanksonntag haben die Besucher die Möglichkeit, selber Brot zu backen und die verschiedenen Spezialitäten kennenzulernen.

Wissenswertes: Im Hotel Tann am Ritten, oberhalb von Bozen, in Südtirol kann man ein vom Mittelalter inspiriertes Brotbad genießen. Damals zur Linderung rheumatischer Beschwerden und zur Austreibung von Sünden und bösen Geistern angewandt, dient es heute zur Erholung und Entspannung. Das moderne Brotbad findet in einem Raum mit wohltuender, trockener Wärme statt. Hier ist die Luft mit Sauerteigenzymen aus einem Backofen angereichert, in dem täglich Sauerteigbrot gebacken wird. Enzyme haben in der modernen Medizin als Botenstoffe eine zunehmende Bedeutung und regulieren beispielsweise den Stoffwechsel.

Ran an den Speck

Auch der Südtiroler Speck wird seit Generationen nach altem Familienrezept hergestellt. Leicht geräuchert und an der frischen Bergluft getrocknet, vereint die Südtiroler Speckherstellung Eigenschaften aus Italien und aus dem Gebiet nördlich der Alpen. Der Grundsatz bei der Herstellung lautet: „Wenig Salz, wenig Rauch und viel frische Bergluft.“ Die Speckherstellung ist dabei eine Kunst für sich, denn sie gründet auf fünf genau aufeinander abgestimmte Phasen und hat sich damit auch die europäische Ursprungsbezeichnung „g.g.A.“ verdient.

Die Windegger Metzgerei in Eppan an der Südtiroler Weinstraße wurde 1901 gegründet und seitdem von Generation zu Generation weitergegeben. Günther Windegger greift noch heute auf das Familienrezept von seinem Urgroßvater zurück. Etwa die Hälfte des produzierten Specks verkauft die Familie an der eigenen Ladentheke in Eppan und im neuen Geschäft in Bozens Altstadt. Aber auch Anfragen von Kunden aus dem Ausland werden bedient.

Ausflugstipp: Im Bergdorf St. Magdalena in Villnöss im Eisacktal, dem Geburtsort von Reinhold Messner, findet am 1. und 2. Oktober das diesjährige Speckfest statt. Dort kann man unter anderem den schnellsten Speckaufschneider Hans Martinger bewundern.

Wissenswertes: Für den experimentierfreudigen Speckliebhaber gibt es verschiedene Rezepte und Anregungen auf einer eigenen Speck-Plattform im Internet.

Auf Seite 2 finden Sie eine umfassende Linkiste zum Thema Südtiroler Qualitätsprodukte.

IDM Südtirol

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Der Zucker des Frühlings – Ahornsirup-Ernte in Québec

Am 21. März hat der Frühling offiziell begonnen, Zeit also in der kanadischen Provinz Québec die Ahornsirup-Ernte zu starten. Doch dafür müssen ganz bestimmte Bedingungen herrschen und das Zeitfenster für das „Abzapfen“ des süßen Saftes ist nur klein – in der Regel zwischen Ende Februar bis in den April hinein. Sind die Nächte noch frostig, der Boden aber tagsüber bereits von der Wärme der Sonne erwärmt, wandelt sich die angesammelte Stärke in Zucker um. Ist der Saft einmal abgezapft, muss die Sirup-Herstellung zügig vorangehen, denn sonst beginnt er zu gären.

Während dieser Zeit stapfen hemdsärmelige Männer von Baum zu Baum und aus kleinen Hütten kräuselt sich Rauch in die klare Luft. Über Feuer wird der Saft zum wertvollen Ahornsirup eingekocht. Vierzig Liter aus einem Baum ergeben nur einen Liter Sirup, was seinen relativ hohen Preis erklärt.

Für die Bewohner der Provinz Québec ist das „sugaring off“, also das Einkochen des Ahornsaftes, eine der schönsten Aktivitäten des Jahres. Ein Zurück zur Natur. Viele Familien treffen sich auf dem Land, um gemeinsam anzupacken und beim „Sammeln“ des frischgezapften Saftes zu helfen.

Rund 72 Prozent der Ahornsirup-Produktion weltweit kommt aus der ostkanadischen Provinz Québec. Der klebrige Sirup mit dem leicht rauchig-harzigen Geschmack gilt seit Jahrhunderten als natürlicher Süßstoff – ein Bioprodukt im wahrsten Sinne des Wortes. Über 13.500 Landwirte haben im Jahr 2015 rund 53.000 Tonnen Ahornsirup produziert – für Millionen Pfannkuchen auf den Frühstückstischen in Nordamerika und in aller Welt.

[contentblock id=26 img=html_left.png]Québecs Landwirte haben ein einzigartiges Know-how und Technologien entwickelt, um die Produktion und die Qualität des Ahornsirups kontinuierlich zu verbessern. Manche Betriebe haben sich auch auf Besucher und Touristen eingerichtet. In den sogenannten „Sugar Shacks“ kann die Produktion besichtigt werden und anschließend an robusten Holztischen deftige Québecer Hausmannskost mit viel Ahornsirup probiert werden.

Mehr über den goldenen Saft unter http://fpaq.ca/en/

gce