Der größte Waffelofen der Welt

Fünf Lagen zarter Waffeln, gefüllt mit vier Schichten feinster Haselnuss-Kakaocreme: Die Manner Schnitte in der rosa Verpackung mit dem Stephansdom ist ein Wiener Klassiker, der erstmals 1898 produziert wurde. Im Stammhaus im 17. Bezirk produziert sie seit 2008 der größte Waffelofen der Welt mit einem Output von 200.000 Packungen pro Schicht. Dessen heiße Abluft wird klimafreundlich für Heißwasser und Fernwärme in der Manufaktur und der Nachbarschaft genutzt.

Manner-Shop, Stephansplatz 7, Rotenturmstraße, 1010 Wien, www.manner.com

Mitbringsel von der französischen Atlantikküste

Salz von Guérande, Schinken aus Bayonne, Erdbeeren des Périgord, Melonen der Charente, Trockenpflaumen aus Agen, Weine aus Bordeaux und von der Loire, Cognac, Gänseleber, Piment aus Espelette, schwarze Trüffel, Steinpilze, Kartoffeln von Noirmoutier oder der Insel Ré, Nüsse des Périgord, Gironde-Kaviar, Sardinen von Saint-Gilles, Cannelé, Spezialität aus Bordeaux, Galette der Charente, baskischer Kuchen, Austern aus der Bucht von Arcachon, vom Cap Ferret und die Marennes-Oléron… womit die Liste berühmter Produkte der Region keinesfalls vollständig ist! Die Weichen für einen kulinarischen Aufenthalt sind also gestellt!

Salzgärten von Guérande, das “Weisse Gold” des Atlantiks

Graues grobes Salz, oder feines weißes „Fleur de Sel“, seit uralten Zeiten stellt man es hier in Loire-Atlantique her. Studien zeigen nicht nur seine geschmacklichen Vorzüge. Der Reichtum an Magnesium in den Kristallen, die je nach Wetter unterschiedlich groß ausfallen, wirkt sich auch gesundheitsfördernd aus. Außerdem löst es sich besser in Wasser als andere Salze. Es ist absolut natürlich ohne chemische Behandlung oder Zusätze. Wenn Sonne und Wind ihre Arbeit verrichtet haben, erscheint eine dünne Haut auf der Wasseroberfläche, schneeweiß und mit Veilchenaroma… 250 „Paludiers“ ernten das edle „Fleur de Sel“ in reiner Handarbeit auf 200 ha Fläche. www.leguerandais.fr/de

“La Bonnotte”, die kleine Kartoffel der Insel Noirmoutier

Salzhaltige Luft und ausgesprochen mildes Klima sind die Basis ihres würzigen Geschmacks. Sie wachsen in sandigem Boden, gedüngt mit „Goëmon“, Algen, die von den Bauern im Herbst am Strand eingesammelt werden. Deren Jodreichtum wirkt als absolut natürlicher „Geschmacksverstärker“. Gepflanzt wird per Hand Anfang Februar. 90 Tage später sind die Knollen bei der Ernte daumengroß. Man brät sie in Butter, ohne die Schale abzureiben. www.ile-noirmoutier.com

Muscadet, eleganter Wein aus Loire-Atlantique

Die Loire, der See von Grand-Lieu, das Meer und ein felsiger Untergrund verhelfen dem Muscadet-Wein zu seiner eleganten Frische. In seiner Ursprungsregion, Loire-Atlantique, gibt es vier AOC-Appellationen: Muscadet, Muscadet-Sèvre-et-Maine, Muscadet-Coteaux-de-la-Loire sowie Muscadet-Côtes-de-Grandlieu. Die Verkostung enthüllt ein diskret blumiges oder fruchtiges Aroma mit mineralischer Note. Natürliche Hefen bei der Fermentation sorgen für ein leichtes Gefühl von Kribbeln im Mund. Der Muscadet mit 12,5% Alkoholgehalt eignet sich hervorragend als Aperitif oder Begleiter von Fisch oder Meeresfrüchten. In Frankreich gilt er geradezu als Inbegriff für Geselligkeit. www.vinsvaldeloire.fr/de

[contentblock id=39 img=html_left.png]Pineau des Charentes des “Comptoir Charentais”

Das „Comptoir Charentais“ fungiert als Vitrine für Produkte der Region. Getränke, Konserven, Gebäck oder Salz von der Insel Ré… Gaumenfreuden reichlich! Natürlich probiert man den Aperitif „Pineau des Charentes“ in Weiß oder Rosé. Hergestellt wird er aus frischem Most mit Zugabe von Cognac. Danach reift er in Eichenfässern. www.specialite-terroir-charente.fr

Austern “Marennes Oléron”

Auf 3000 ha produziert man die Austern „Marennes Oléron“, weit über die französischen Landesgrenzen hinaus bekannt. Ihr unvergleichliches Aroma erhalten sie durch die Aufzucht in sogenannten „Claires“, Becken, die einst der Salzgewinnung dienten. Deren tonhaltige Böden und das im Gezeitenrhythmus frisch ein- und ausströmende Meerwasser verhelfen ihnen zum exquisiten Geschmack. Unter anderem in der “Cité de l’Huître“ am Kanal Cayenne-Marennes im Becken von Marennes-Oléron kann man sie kosten. www.cite-huitre.com

Weinregion Bordeaux

Das Umland von Bordeaux umfasst 60 AOC Appellationen. Legendäre Weine wie Saint-Emilion, Pomerol, Médoc, Saint-Estèphe, Sauternes oder Pessac-Léognan stammen von hier. Seit Juni 2016 findet man vor den Toren von Bordeaux die „Cité du Vin“. Der Bau mit seiner kühnen Architektur ist der Jahrtausende alten Weinkultur gewidmet. Der kann man aber auch bei vom Office de Tourisme organisierten Besuchen auf Weingütern nahe kommen. www.bordeauxwinetrip.com

“Vin des Sables” in den Landes

Auf den Dünen von Capbreton liegen die Rebenfelder der Lage „Les Dunes de la Pointe“. Von der Sonne verwöhnt und von salziger Luft aromatisiert, gedeihen hier frische und fruchtige Weiß-, Rosé und Rotweine. Nach den traditionellen Methoden der „seefahrenden Winzer“ entsteht hier der einst renommierte „Vin des Dunes“ (Wein der Dünen). www.vindesdunes.com

Schokolade aus Bayonne

Schwarz, bitter und mit reichlich Kakao, so ist seit vier Jahrhunderten Schokolade aus Bayonne. Spanische und Portugiesische Juden, die vor der Inquisition flüchteten, brachten die Kunst ihrer Herstellung aus Südamerika mit. Heute fabrizieren die sieben Manufakturen der Schokoladengilde sie nach den gleichen Rezepten wie vor 200 Jahren. Man feiert sie alljährlich im Mai. Das „Atelier du Chocolat“ zeigt Besuchern das Geheimnis der Herstellung von der Pflanze bis zum Endprodukt. Und natürlich dessen Geschichte von den Azteken und Mayas bis heute. www.atelierduchocolat.fr

Sardinen in die Büchse!

Konservenmanufaktur in Saint-Gilles-Croix-de-Vie. Ein Showbereich mit Ausstellung, Video. Kostproben und Verkauf der famosen lokalen Sardine, die in Saint-Gilles-Croix-de-Vie seit 1887 zu Konserven verarbeitet wird. www.laperledesdieux.com

Maison des vins d’Ancenis

Eine reiche Auswahl an Weinen des Loire-Tals, Tapas-Bar und tolle Aussicht über die Loire von der hauseigenen Terrasse aus. Das „Haus des Weines“ in Ancenis ist für Bacchusjünger eine unverzichtbare Adresse. www.maison-des-vins-ancenis.fr

Erdbeeren so süß wie die Sünde

Vor 40 Jahren erwarb Joseph Maillard 5 ha Land bei Pornic und pflanzte Erdbeeren. Das milde Klima tat ein Übriges. Man geht hin und pflückt selbst. Inzwischen sorgen Gewächshäuser für eine lange Saison. Ansonsten kauft man Eis oder Konfitüren der „Fraiseraie“ und andere Erdbeerprodukte in sieben Läden entlang der Atlantikküste. www.lafraiseraie.com/accueil.html

Seife aus Eselsmilch 100% Île de Ré

Reich an den Vitaminen A,B, und C, Fettsäuren und Mineralstoffen, kennt man die Eselsmilch als wirksame Substanz bei Reinigung und Feuchtigkeitsregelung der Haut. Produkte auf Basis von Eselsmilch produziert man in der Manufaktur „Savonnerie de Ré“ . Übrigens findet man hier häufig Darstellungen eines Esels in Hose – gewissermaßen das Symbol der Insel. Einst dienten Esel in der Landwirtschaft und Salzgewinnung. Die Hose schützte sie vor Insekten. www.savonneriedere.fr

[contentblock id=40 img=html_right.png]Taschen, Puffs und Körbe

Bei „EchoMer“ in La Rochelle recycelt man Materialien mit Verbindung zum Meer (Segel, Austernkörbe usw.). Die Produkte finden sich in Boutiquen der Stadt, insbesondere denen am Quai Louis Prunier hinter dem Aquarium von La Rochelle. boutique.echo-mer.com/

Baskische Stoffe Lartigue 1910

Einst bäuerliche Gebrauchswäsche, haben sich baskische Stoffe unter den kreativen Händen ihrer Weber in hochwertige häusliche Wäsche, Tisch-Accessoires, Mode oder Bezüge verwandelt. Von klassisch bis aktuell findet jeder seinen Farbton oder sein Muster. Beim Unternehmen Lartigue 1910 kann man die Ateliers besichtigen, in denen bei Besuchsprogrammen ausgewählte Techniken und Maschinen bei der Arbeit präsentiert werden. www.lartigue1910.com

Espadrilles

Die typischen Schuhe des Baskenlandes haben nichts von ihrem Charme verloren. Sie haben sich allerdings aktuellen Modetrends angepasst. Handgemachte oder aus der Serie „Art of Soule“ finden sich in den Boutiquen von Bayonne und Biarritz. www.artofsoule.com

Selbst gemachtes aus Thüringen: Kulinarische Leckerbissen aus Tradition

In Thüringen wird Tradition seit jeher groß geschrieben. Ursprünglichkeit und Handarbeit sind für einige Unternehmen und Manufakturen oberstes Prinzip. Dabei setzt man vor allem auf Qualität statt Quantität. “Handmade in Thuringia” – das gibt es nicht nur bei Keramik, Glas- und Holzkunst. Dies gilt vor allem auch auf kulinarischem Terrain: Vom Chocolatier über steingemahlenen Senf bis hin zum handcraft Bier, teilweise werden Rezepturen über Generationen weitergegeben oder traditionelle Verfahrensweisen wiederbelebt.

Bei einem Besuch der Schaumanufaktur in Oldisleben kann man den Goethe Chocolatiers bei der Herstellung feinster Pralinen und Trüffel über die Schulter schauen. Hier erfährt man alles aus der Welt der Schokolade, über den Ursprung des Kakaos, die Weiterverarbeitung und die Herstellung feinster Pralinen. Die Goethe Chocolatiers sprechen über Besonderheiten der Goethe Schokoladen und darüber, warum Schokolade so glücklich macht. Im Werksverkauf kann man saisonale, frische Schokoladenspezialitäten von Pralinen bis hin zu Schokoladen-Ravioli erwerben.

Die Kunst- und Senfmühle in Kleinhettstedt befindet sich bereits in 8. Generation in den Händen der Familie Morgenroth. Hier werden rund 20 verschiedene Senfsorten in höchster Qualität hergestellt. Das Geheimnis liegt dabei in der Geschwindigkeit der Mahlsteine, die in Kleinhettstedt wie in alten Zeiten genüsslich ihre Runden drehen. Dadurch bleibt das wertvolle Senföl erhalten – und damit auch die Aroma- und gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe. Abgefüllt wird der Senf in rustikalen Steinguttöpfen.

Eine kleine aber feine Destille hat sich Matthias Wiegand geschaffen. In seiner Wiegand Manufactur Weimar werden mit viel Liebe und Leidenschaft hochwertige Bio-Produkte angeboten. Neben dem Johann-Likör und dem Lyonel-Gin gibt es auch einen Heimatlikör, der fast drei Jahre in einem Eichenfass vor sich hin reift. Hier kommen nur Bio-Weizen-Destillat und Bio-Kräuter zum Einsatz. Im Gin stecken dreizehn Kräuter, unter anderem Wacholder, Zitronenschale, Koriander, Zimt, Wermut, Lavendel, Kardamom und Kümmel. Hinzu kommt echtes Thüringer Talsperren-Wasser. Für so viel Leidenschaft, Phantasie und Können wurde ihr Lyonel-Gin in Berlin mit dem Craft Spirit Award 2015 in Silber prämiert.

Mehr Informationen zu kulinarischen Spezialitäten aus Thüringen gibt es im Internet unter www.thueringen-entdecken.de.

 

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Zu Nikolaus und Weihnachten in Lothringen

Im Norden und Osten Frankreichs war der Heilige Nikolaus schon immer ein gern gesehener Gast. In Lothringen ist „Saint-Nicolas“ sogar der Schutzpatron der Region. Wer schon einmal zu dieser Zeit in Lothringen war, merkt schnell, dass der 6. Dezember einen hohen Stellenwert im Kalender der Bewohner hat. In der Basilika von Saint-Nicolas-de-Port, einer kleinen Stadt, wenige Kilometer von Nancy entfernt, wird bis heute eine Reliquie des Heiligen Nikolaus aufbewahrt. Viele Lothringer versammeln sich zum 6. Dezember in ihren Familien und gedenken des Schutzpatrons ihrer Region.

Made in Bremen“ entdecken

Ob zartschmelzende Schokolade, würziges Bier oder belebender Kaffee: Bremen ist Wirtschaftsstandort vieler berühmter und international erfolgreicher Marken. Aus einem breiten Angebot aus unterschiedlichen Führungen und Werksbesichtigungen können Gäste wählen und einen informativen wie unterhaltsamen Blick hinter die Kulissen werfen.

Die Kunst des Kaffees

Kaffee ist heute ein alltäglicher Genuss. Doch die kleine Bohne beschreitet einen langen Weg bis sie in die Tassen und Becher gelangt. Bei einem Kaffeeseminar im altehrwürdigen HAG-Gebäude reisen Besucher in die Welt des Kaffees – vom Anbau auf der Plantage über die Kunst des Röstens bis hin zum fertigen Getränk. Der Röstmeister erläutert die Feinheiten des Kaffeearomas und bietet im prachtvoll restaurierten Marmorsaal verschiedenen Sorten zur Verkostung an. Ehemals den Direktoren der Kaffeegesellschaft vorbehalten, repräsentiert der unter Denkmalschutz stehende Saal mit weißem Carrara-Marmor und Schauvitrinen im Jugendstil die glanzvolle Zeit des Bremer Bohnenhandels.

Traubenglück und Gerstensaft

Der Bremer Ratskeller, ehrwürdiger Teil des UNESCO-Weltkulturerbe-Ensembles Rathaus und Roland, beherbergt die größte Sammlung deutscher Weine. In Eichenfässern lagert hier Wein von 1653 neben weiteren Traubenraritäten aus dem Apostelkeller, dem Rosekeller oder der sogenannten Schatzkammer. Das urige Gewölbe des Ratskellers inspirierte zahlreiche Dichter und Denker, hatte gekrönte Häupter sowie Berühmtheiten zu Gast. Wahlweise bei einem Glas Wein oder Traubensaft vermittelt eine Ratskellerführung spannende Anekdoten sowie Bremer Geschichte und Geschichtchen im Herzen der Hansestadt. Auch individuelle Führungen gehören zum Angebot des Bremer Ratskellers, etwa auf Plattdeutsch oder für süße Naschkatzen zum äußerst delikaten Thema „Wein und Schokolade“.

[contentblock id=26 img=html_left.png]Wer einmal Brauereiluft schnuppern möchte ist bei Beck & Co genau richtig. Hier erfahren Besucher Wissenswertes über das traditionsreiche Handwerk des Brauens und Mälzens. Selbstverständlich darf dabei eine Verkostung des edlen Gerstensaftes nicht fehlen, um direkt vor Ort die feinen Unterschiede der Braukunst mit dem Gaumen zu erschmecken.

Die Führungen und Besichtigungen kosten ab 10 Euro pro Person. Diese und weitere „Blicke hinter die Kulissen“ – wie zum Beispiel die Raumfahrt-Führung oder Stadionführung bei Werder Bremen – können bei der Bremer Touristik-Zentrale unter www.bremen-tourismus.de gebucht werden.

BTZ