Paris Express – Hin und zurück an einem Tag

Aus Anlass des 50. Jahrestages der Unterzeichnung des Deutsch-Französischen Freundschaftsvertrages am 22.1.1963 unternimmt die SWR-Sendung “Fahr mal hin” einen ungewöhnlichen Abstecher nach Paris. Vor 50 Jahren war eine solche Reise nach Paris etwas Besonderes. Heute fährt man dagegen mit dem Hochgeschwindigkeitszug so schnell und unkompliziert wie noch nie in die Metropole an der Seine. Und dennoch ist und bleibt die Stadt etwas Besonderes, wie das SWR Fernsehen am Dienstag, 22. Januar, um 22 Uhr zeigt.

“Fahr mal hin” begleitet die drei Anton-Schwestern Elke, Petra und Nicole vom bekannten Wellness-Hotel “BollAnts im Park” in Bad Sobernheim auf einer Spurensuche. Gemeinsam hatten diese das Buch “Das Lächeln der Frauen” gelesen, ein moderner Liebesroman, der im winterlichen Paris spielt. Bewaffnet mit Tagesrucksäckchen setzen sie sich in Kaiserslautern morgens um 7. 21 Uhr in den ICE nach Paris. Überraschend viele Geschäftsleute und Tagesausflügler sitzen im Zug. Bei 320 Stundenkilometer fliegt der dämmrige Morgen am Zugfenster vorbei und die Pläne für den Tag nehmen bei Kaffee und Croissant Gestalt an.

Um 9.50 Uhr, nur zweieinhalb Stunden später, läuft der Zug in eine andere Welt ein: in den Bahnhof Gare de l’Est in Paris. Zuallererst wollen die drei sich einen Überblick verschaffen. Zu Fuß geht es auf den Montmartre, vor Sacré Coeur liegt ihnen Paris zu Füßen. Auf der Place du Tertre stehen schon einige wenige Maler vor ihren Staffeleien, fliegende Zeichner bieten ihre Dienste an. Ein Porträt der drei Schwestern entsteht. Nach einem kurzen Abstecher ins berühmte Kaufhaus Galleries Lafayette wird es Zeit für einen kleinen Lunch im Le Chartier. Es ist die ehemalige “Bouillon” von Paris, früher Armenspeisung. Heute gibt es hier günstiges Essen im Décor der Belle Epoque, ein Restaurant in der Größe einer Bahnhofshalle, aber aufgrund seiner typisch Pariser Atmosphäre und seiner sehr kleinen Preise immer voll besetzt.

[contentblock id=39 img=html_left.png]Nach dem Essen geht es mit den Vélibs, den Pariser Stadträdern, die man mittlerweile überall ziehen und wieder abstellen kann, an die Seine. Die Route führt weiter über den Place Trocadéro mit Blick auf den Eifelturm und weiter auf die Ile de la Cité nach Notre Dame, die in diesem Jahr mit viel Pomp ihren 850. Geburtstag feiert. Im nicht weit entfernten Musée Carnavalet lässt sich mehr über die Geschichte der Stadt erfahren. Von der Ile St. Louis über die Seine-Brücken bummelt man am besten zu Fuß weiter ins Marais. Hier wird es eng und Fahrräder stören nur im alten Judenviertel von Paris.

Auf der Place des Vosges im Herzen des Marais gehen schon die Lichter an, als die drei Frauen sich für einen letzten Champagner und ein paar Austern in der legendären Brasserie Terminus Nord niederlassen. Kurz vor 19 Uhr sind sie zurück am Gare de l’Est und besteigen den TGV Richtung Deutschland. So haben sie Paris einmal kurz mit allen Sinnen erlebt, geschmeckt, gerochen und Lust bekommen auf mehr. Lohnt ein Tagestripp? Ausgerechnet der Patron vom Bistro “Un jour à Paris” sagt “Non! Für Paris braucht man drei Tage.” Aber den Namen seiner Bar will er nicht ändern. Was sagen Petra, Elke und Nicole? Was bringen sie mit aus der Stadt der Liebe? Auf jeden Fall ein Geschenk für die vierte Schwester, die Dienst hatte und leider zuhause bleiben musste.

“Fahr mal hin” am 22. Januar 2013, 22 Uhr im SWR Fernsehen

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Rennstrecke Rhein – ZDF.reportage über den riskanten Verkehr auf dem großen Fluss

Polizeiboot, Touristenschiff, Sportboot: drei Geschwindigkeiten auf dem großen Fluss. Die “ZDF.reportage: Rennstrecke Rhein – Von Polizisten und Touristen” am Sonntag, 9. September 2012, 18.00 Uhr, berichtet über das hektische und riskante Treiben auf dem Rhein.

ZDF-Reporter Theo Heyen hat für seinen Film die Arbeit der Wasserschutzpolizei beobachtet: Mit Blaulicht und 500 PS braust die “Hessen 5” durchs Rheintal zu einem Urlauber-Schiff, das mitten im gefährlichsten Abschnitt des Mittelrheins havariert ist. 140 Passagiere sind in Gefahr.

Neben den vielen weißen Schiffen, die jeden Tag tausende Touristen gemütlich an den unzähligen Burgen vorbei schippern, gibt es auch die Binnenschiffe, die ihre oft gefährliche Fracht pünktlich abliefern wollen und während der Fahrt von der Polizei peinlich genau kontrolliert werden. Mittendrin sind jede Menge PS-starker Sportboote unterwegs. Ein Tempolimit gibt es nur bei Hochwasser. “Für mich ist der Fluss hier eine Autobahn”, kommentiert ein Wasserschutzpolizist.

Die “ZDF.reportage” schildert die unterschiedlichen Bedürfnisse und Interessen der Berufs- und Privatschifffahrt und stellt Menschen vor, die auf dem Wasser miteinander aus- und aneinander vorbeikommen müssen.

[contentblock id=74 img=html_left.png]ots

“Abenteuer Rhein”: ZDF-Team mit Zeppelin von der Rheinquelle bis zur Mündung

Am Tomasee in der Schweiz beginnen am Donnerstag, 5. Juli 2012, die Dreharbeiten zu einem außergewöhnlichen Doku-Projekt des ZDF, das am 19. und 26. August 2012, jeweils sonntags um 13.30 Uhr in der Reihe “planet e.” ausgestrahlt wird: Das Team der ZDF-Umweltreihe begleitet einen Zeppelin den Rhein hinab von der Quelle in der Schweiz bis zur Mündung in Rotterdam. Unter dem Zeppelin hängt eine hochauflösende Spezialkamera, die Bilder der vorbeiziehenden Landschaft einfangen soll. Dabei wird an verschiedenen Stationen “gelandet”, um besondere Naturschönheiten filmisch vorzustellen. Es werden Menschen besucht, die diese Naturschönheit durch ihre Arbeit prägen und formen und einen wichtigen ökologischen Beitrag zu ihrem Erhalt leisten.

Der Zweiteiler von Andreas Ewels und Christine Elsner will zeigen, dass der Rhein, der in den 70er Jahren ein totaler Problemfluss war, heute wieder unter vielen Aspekten eine intakte Flusslandschaft ist.

Die Dreharbeiten starten in der Nähe der Maighelshütte auf 2310 m ü. M. in der Sektion Piz Terri. Um zirka 3.00 Uhr geht es los: Der mit Helium gefüllte, zehn Meter lange Zeppelin wird zunächst auf einer rund 30-minütigen Wanderung an einer Leine geführt. Mit dem Sonnenaufgang wird dann der Quellsee gefilmt und das erste Bächlein, das sich fast 100 Meter in die Tiefe stürzt. Über Alpendörfer geht es zu einem Ranger im Kanton Säntis, der sich dem Schutz der Steinböcke und Bartgeier verschrieben hat. Abenteuerlich wird der Dreh in der Rheinschlucht bei Versam/Schweiz. Hier nimmt der Rhein gewaltig an Fahrt auf. Mit einem Kajakfahrer geht es durch die Schlucht, und der Kampf gegen Stromschnellen sowie Wassermassen endet beim Rheinfall von Schaffhausen (9. Juli).

Weitere Stationen sind: Weil am Rhein, wo auch heute noch zahlreiche Goldsucher dem legendären Rheingold auf der Spur sind, und das Schutzgebiet Taubergiessen bei Rust, eines der letzten Naturparadiese Deutschlands mit vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten. Vorbei am Speyerer und Mainzer Dom und am Biebricher Schloss geht es zum Niederwalddenkmal bei Rüdesheim, wo imposante Greifvögel majestätisch ihre Kreise ziehen, während sich auf dem Boden im Schutz von Trockenmauern und Sträuchern Deutschlands längste Schlangen tummeln: die bis zu zwei Meter langen Äskulapnattern. Der Besuch bei einem Öko-Winzer in Bacharach, der auf steilen Hängen Spitzenweine erzeugt, schließt sich an.

In der zweiten Hälfte der Rheinreise (Dreh 17. bis 25. Juli) passiert der Zeppelin unter anderem die Marksburg in Braubach, das Deutsche Eck in Koblenz, den Schmetterlingsgarten auf dem Schloss der Fürstenfamilie Sayn-Wittgenstein und die Domstadt Köln, wo der Zeppelin spektakulär zwischen den Türmen der Kathedrale hindurch fliegt. Im Rheinabschnitt zwischen Köln und Duisburg hat sich vor Jahren die Kesslergrundel, ein Fisch aus dem Schwarzen Meer, angesiedelt und frisst dort die heimischen Fischbestände auf. Die eingewanderte Art wird seit geraumer Zeit vom Zoologischen Institut der Uni Köln wissenschaftlich untersucht. Richtung deutsch-niederländischer Grenze fließt der Rhein an einem ungewöhnlichen Kühlturm vorbei, der in den 90er Jahren ein Stück deutsche Atomgeschichte schrieb: Kalkar – der Begriff stand für die Technologie des Schnellen Brüters. Heute ist aus dem Atomindustriepark ein Freizeitpark geworden. Letzte Station der Rheinreise von “planet e.” ist die weltgrößte Blumenbörse in Naalwijk (Niederlande). Das “Abenteuer Rhein” endet mit einem Besuch auf dem alten Leuchtturm im Hafen von Rotterdam – dort, wo der Rhein in die Nordsee mündet.

An folgenden Städten fliegt der Zeppelin vorbei – die angegebenen Zeiten sind wetterbedingt vorläufig und können sich noch verschieben:

[contentblock id=40 img=html_right.png]1) Sedrun, Schweiz (Tomasee) 5. Juli

2) Chur, Rheinschlucht/Schweiz: 7. Juli

3) Bad Ragaz, Schweiz: 8. Juli

4) Schaffhausen, Schweiz: 9. und 10. Juli

5) Region Freiburg & Istein – Goldsucher im Rhein: 11. Juli

6) Region Rust – Taubergiessen: 12./13. Juli

7) Speyer oder Worms: 14. Juli

8  Mainz (Dom): 15. Juli

9) Wiesbaden (Schloss): 15. Juli

10) Rüdesheim (Niederwalddenkmal): 16. Juli

11) Region Bingen/Mittelrheintal: 17./18. Juli

12) Region Koblenz (Marksburg): 18. Juli

13) Sayn, Region Neuwied: 20. Juli

14) Region Drachenfels: 20. Juli

15) Köln (in Rodenkirchen und am Dom): 21. Juli

16) Duisburg: 22. Juli

17) Kalkar: 23. Juli

18) Rotterdam, Niederlande: 24./25. Juli

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ZDFinfo setzt Infoschwerpunkt über EM-Gastgeberländer

Am Tag des deutschen Viertelfinales bei der Fußball-EM, Freitag, 22. Juni 2012, setzt ZDFinfo noch einmal einen Informationsschwerpunkt rund um die Gastgeberländer. Von 14.45 Uhr bis 19.45 Uhr sendet ZDFinfo Dokumentationen über Polen und die Ukraine, die auf prominenten Sendeplätzen – zum Teil direkt nach den Fußballübertragungen – im ZDF gesendet wurden, als Programmschwerpunkt.

Chefredakteur Peter Frey: “In ZDFinfo zeigen wir unsere aufwändigen Dokumentationen und Reportagen noch einmal als Gesamtpaket. Am Freitag, wenn ganz Deutschland wieder seinen Blick nach Osten richtet, sind die Filme als anspruchsvolle Vorbereitung auf den Abend das perfekte Angebot für die ZDFinfo-Zuschauer.”

Damit öffnet ZDFinfo ein Fenster Richtung Osten und zeigt Lebenskultur, Alltag, Probleme und Sehnsüchte der Menschen in Polen und der Ukraine. Fünf Stunden präsentieren die Dokus zwei Länder, dieso unterschiedlich sind und doch eines gemeinsam haben: Die Deutschen wissen trotz einer langen, teilweise leidvollen gemeinsamen Geschichte, sehr wenig über sie.

In der Reisedokumentation “Immer Richtung Osten” legt Autor Wolfgang Büscher 700 Kilometer zu Fuß zurück – von Breslau bis Lemberg – und zeigt in ruhigen und ungewöhnlich intensiven Bildern den Alltag in den zwei Ländern auch abseits der Touristenhochburgen.

Polen und die Ukraine – zwei Länder, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Im Nachbarland Polen gibt man sich modern, blickt gen Westen. Die Ukraine hingegen ist gespalten – der westliche Teil suchtdie Anbindung an Europa, im Osten wähnt man sich unter dem Schutz von “Mütterchen Russland”. Die einstündige Dokumentation “Rendezvous im wilden Osten” von Anne Gellinek und Armin Coerper zeigt auch eine Ukraine, in der Menschenrechtsverletzungen und Verstöße gegen die Pressefreiheit regelmäßig für Schlagzeilen sorgen.

Die Dokumentation “Liga der Milliardäre” von Dietmar Schumann blickt hinter die Kulissen des ukrainischen Fußballs und zeichnet gleichzeitig das Bild einer Gesellschaft, in der wenige Oligarchen invielen Bereichen der Gesellschaft und des öffentlichen Lebens das Sagen haben.

In der halbstündigen Dokumentation des ZDF-Korrespondenten Armin Coerper “Warschau feiert Fußball” präsentiert sich die Hauptstadt Polens den Besuchern der Fußball-Europameisterschaft mehr als 20 Jahre nach dem Ende des Kommunismus als weltoffene, moderne europäische Metropole.

Miro Klose und Lukas Podolski sprechen polnisch auf dem Platz, schießen aber die deutsche Nationalmannschaft gemeinsam zum Sieg. Der Film “Klose, Poldi und der Schalker Kreisel” von Michael Renz und Laurens Form zeigt die Geschichte zweier Nationen und ihrer Menschen, die in der Fremde eine neue Heimat fanden. Acht Jahrzehnte Migrationsgeschichte am Beispiel des deutschen Fußballs.

“Verrückt nach Fußball-Groundhopping in Polen und der Ukraine” gewährt einen ungewöhnlichen Einblick in die Fankultur der beiden Länder und in eine Welt, in der es normal ist, 2500 Kilometer zu reisen, um Spiele auch in der vierten Polnischen Liga zu sehen.

Die Dokumentation “ZDF-History: Deutschland, deine Fußball-Helden” zeigt, was die größten Fußball-Stars in den Augen ihrer Fans unsterblich macht.

Am Donnerstag, 28. Juni 2012, 18.45 Uhr, präsentiert ZDFinfo in der halbstündigen Reportage “Fußballtraum auf Polnisch” von Stefanie Schöneborn aktuelle Geschichten der Europameisterschaft und die eindrucksvollsten Bilder eines Landes im Fußballrausch.

[contentblock id=39 img=html_left.png]ZDFinfo – Freitag, 22. Juni 2012

14.45 Uhr: “Immer Richtung Osten”

15.30 Uhr: “Poldi, Klose und der Schalker Kreisel”

16.00 Uhr: “Verrückt nach Fußball”

16.45 Uhr: “Liga der Milliardäre”

17.30 Uhr: “Warschau feiert Fußball”

18.00 Uhr: “Rendezvous im wilden Osten”

19.00 Uhr: “ZDF-History: Deutschland, deine Fußball-Helden”

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Polen und Ukraine: Wolfgang Büscher für das ZDF zu Fuß unterwegs “Immer Richtung Osten”

Noch immer ist der europäische Osten für die meisten Westeuropäer “Terra incognita”. Die bevorstehende Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine öffnet ein Fenster in diese bisher noch wenig beachtete Welt. ZDF-Reporter Wolfgang Büscher und Kameramann und Regisseur Lukas Schmid haben sich für ihren Film “Immer Richtung Osten”, der am Sonntag, 10. Juni 2012, 23.15 Uhr, im ZDF zu sehen ist, zu Fuß auf den Weg gemacht, um einen unverfälschten Blick auf Land und Leute am Vorabend der EM zu erhaschen.

Die Wanderung beginnt in Breslau, durchstreift Niederschlesien, das Kohlenrevier um Kattowitz, die alte Königsstadt Krakau und endet – nach einem Abstecher zu Freunden in einem Dorf in den südpolnischen Bergen – nach fast 700 Kilometern in Lemberg, dem Zentrum der untergegangenen galizischen Vielvölkerwelt. Büscher und Schmid gehen diesen Weg zu Fuß, um möglichst nah dran zu sein an den Geschichten, die sich am Wegesrand auftun: Sie geraten in eine Roma-Hochzeit, begleiten einen Jäger, entdecken ein prächtiges Opernhaus mitten in einer alten Kohlestadt im Niedergang, trainieren ein wenig mit dem Schriftsteller Andrzej Stasiuk am Boxsack, erholen sich bei ukrainischen Bauern von den Strapazen des Weges – und erreichen schließlich Lemberg.

[contentblock id=26 img=html_left.png]Staunend laufen sie durch das polnische Wirtschaftswunder und erleben, wie die Welt östlicher wird. Wo eben noch Neubauten und Supermärkte das Bild beherrschten, tauchen Pferdefuhrwerke auf und sozialistische Relikte. Die Leute sehen anders aus und sind anders gekleidet. Den Höhepunkt dieser Erfahrung bildet die neue Grenze zwischen dem nach Westen orientierten Polen und der russisch-ukrainischen Welt. Und das alles am Vorabend der Fußball-Europameisterschaft.

Der preisgekrönte Autor Wolfgang Büscher ist unter anderem bekannt durch sein 2003 veröffentlichtes Buch “Berlin – Moskau. Eine Reise zu Fuß”.

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