Asien Weihnachtsurlaub

Weihnachtsmärkte in Japan

Fans von Weihnachtsmärkten weltweit kommen auch in Japan auf ihre Kosten. Gern hat man diese Tradition aus Deutschland übernommen, und so veranstalten beispielsweise Sapporo, Osaka, Yokohama und Tokio ab Mitte November stimmungsvolle „German Christmas Markets“. Obwohl Japan kein christliches geprägtes Land ist, gehören wunderschöne, festliche Weihnachtsdekorationen zum winterlichen Straßenbild. Überall im Land verwandeln dann ausgefallene Beleuchtungsideen die Innenstädte in abendliche Kunstwerke. Seit einigen Jahren findet in Kobe die „Kobe Luminarie“ zum Gedenken der mehr als 6.000 Toten, die im Jahr 1995 dem schweren Erbeben in Hanshin zum Opfer fielen, statt. Diesmal werden in der Zeit vom 01. bis 12. Dezember wieder über 200.000 Lichter zahlreiche Besucher aus dem In- und Ausland anlocken.

Als wichtigstes Fest im japanischen Jahreszyklus gilt Neujahr (Oshogatsu), an dem selbst die großen Firmen mindestens an drei zusammenhängenden Tagen geschlossen sind. Zu Silvester erklingen um 24.00 Uhr dumpf die Bronzeglocken der buddhistischen Tempel. Sie schlagen 108 mal zur Mahnung an die 108 Bindungen der Menschheit an die irdische Welt. Obligatorisch zu Neujahr sind „Hatsumode“, die ersten Schrein- und Tempelbesuche, die oft noch in der Nacht vom 31. Dezember auf den 01. Januar, spätestens aber im Laufe der ersten drei Tage des Jahres erfolgen. Wichtiger Anlass ist das Gebet für Gesundheit und Glück im neuen Jahr, aber auch der Kauf von neuen Glücksbringern.

Zu den weiteren Traditionen zählt die Beobachtung des ersten Sonnenaufgangs im neuen Jahr. Viele Menschen ziehen dafür zu entsprechenden Stränden und geeigneten Aussichtpunkten. Der 02. Januar ist einer der beiden Tage im Jahr, an denen die inneren Gärten des Kaiserpalastes in Tokyo für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden und der Kaiser in einigen Auftritten an sein Volk spricht. (jnto)

 
Traditionen & Bräuche zum Jahreswechsel in Japan (silvester-angebote.com)